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| 14:50 Uhr

Stromversorgung
Neue Betriebsstätte: Sieben „Mitnetzer“ arbeiten in Lübben

Bei Rüdiger Liebsch (hinten) laufen die Fäden am neuen Standort der enviaM-Gruppe mit der Mitnetz Strom zusammen. Hier schaut er gemeinsam mit Maik Sawitzki, dem Leiter Hochspannung der Netzregion Brandenburg bei der Mitnetz, auf einen der Bildschirme, der aktuell die Trassen zeigt, die derzeit aus- und umgebaut werden.
Bei Rüdiger Liebsch (hinten) laufen die Fäden am neuen Standort der enviaM-Gruppe mit der Mitnetz Strom zusammen. Hier schaut er gemeinsam mit Maik Sawitzki, dem Leiter Hochspannung der Netzregion Brandenburg bei der Mitnetz, auf einen der Bildschirme, der aktuell die Trassen zeigt, die derzeit aus- und umgebaut werden. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Unternehmen der EnviaM-Gruppe zieht bei Familie Högner an der Lieberoser Straße ein. Von Ingvil Schirling

Die Mitnetz Strom als Unternehmen der EnviaM-Gruppe hat einen Firmensitz in Lübben aufgebaut. Die Räume an der Lieberoser Straße sind speziell auf die Erfordernisse der Arbeit von sieben Mitarbeitern ausgerichtet und jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden.

Lübben zählt damit zu den vier Standorten der Mitnetz, die in der Netzregion Brandenburg mit Hauptsitz in Klein Gaglow gut 400 000 Einwohner auf einer Fläche von 7631 Quadratkilometern versorgt.

Für Dahme-Spreewald und die südliche Region laufen die Fäden bei Rüdiger Liebsch zusammen. Er ist für den neuen Standort in Lübben zuständig und betreut einen Korridor zwischen Alt Schadow am Neuendorfer See bis nach Thiendorf an der Landesgrenze. Gemeinsam mit den weiteren Mitarbeitern kümmert er sich um die Planung, den Bau, die Instandhaltung und den Betrieb des Stromnetzes.

Der neue Standort wurde beginnend vor einem Jahr im Ergebnis der Konzessionsverhandlungen mit der Stadt Lübben aufgebaut. „Lübben hat schon erwartet, dass wir hier mehr Präsenz zeigen“, resümiert Maik Sawitzki, Leiter Hochspannung der Netzregion Brandenburg bei der Mitnetz Strom. „Uns hat das umgekehrt sehr gut gepasst, gerade auch als Ausgangspunkt für die Monteure.“ Doch auch „bei den vergangenen Stürmen wie Herwarth, Xavier oder Friedericke waren wir vom neuen Standort aus schneller am Ort des Geschehens“, bilanziert er. „Baumaßnahmen lassen sich von hier aus noch besser planen, steuern und betreuen.“

Und davon gibt es einige. In der gesamten Netzregion Brandenburg investiert die Mitnetz Strom allein in diesem Jahr 61 Millionen Euro, unter anderem in neun Kilometer Hochspannungs-, 119 Kilometer Mittel- und 75 Kilometer Niederspannungsnetz sowie 55 neue oder erneuerte Trafostationen. In Lübben wurde der komplette Umbau des Umspannwerkes für 4,8 Millionen Euro abgeschlossen.

Deutlich besser koordiniert werden kann all dies nun von dem Standort am Ortsausgang Lübbens in Richtung Straupitz. Drei Büros, ein Lager, Archiv, Teeküche und eine größere Garage sind auf dem Gelände von Familie Högner nach Wünschen der EnviaM-Gruppe umgebaut worden. Vier Monteure, ein Netzbewerter sowie zwei Bauleiter als Projektverantwortliche arbeiten dort. Ziel sei es auch gewesen, angesichts der täglichen Arbeitsbelastung die An- und Abfahrt zu verkürzen, sagt Maik Sawitzki. Die Monteure können auf ihren Touren nun in Lübben Station machen, um die Informationen auf ihren Computern auf den neuesten Stand zu bringen, neue Kabellagen und Schaltungen abzuspeichern.

Maik Sawitzki ist sehr zufrieden mit dem neuen Standort. Er sei „optimal, um unsere Kunden noch besser erreichen zu können, bei Störungen schneller zu handeln und Bauvorhaben leichter zu koordinieren“ – auch diejenigen, die die Mitnetz als Dienstleister weiter nördlich durchführt.