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Mit Zuversicht in die neue Saison

Das geschmückte Rudel und die geschmückten Paddel sind überreicht. Die Freiluftsaison ist damit offiziell eröffnet in Lübben und der Umgebung der Spreewald-Kreisstadt.
Das geschmückte Rudel und die geschmückten Paddel sind überreicht. Die Freiluftsaison ist damit offiziell eröffnet in Lübben und der Umgebung der Spreewald-Kreisstadt. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Mit dem Anstaken und Anpaddeln hat die Freiluftsaison in Lübben und Umgebung offiziell begonnen. Zahlreiche Besucher erlebten die Übergabe des geschmückten Rudels und der geschmückten Paddel am Ostersamstag in Lübben. Zudem wurde eine Informationstafel enthüllt. Andreas Staindl / asd1

Das hatte es während des Anstakens seit Jahren nicht gegeben: Sonne satt und zweistellige Temperaturen im Plusbereich. Es könnte ein Vorzeichen auf eine erfolgreiche Freiluftsaison sein. Sylvia Lehmann zumindest ist "sehr zuversichtlich. Wir haben schon jetzt mehr Buchungen zu verzeichnen, als zum vergleichbaren Zeitpunkt im vergangenen Jahr."

Doch nicht nur das stimmt die Vorsitzende des Tourismusvereins Lübben und Umgebung optimistisch. "Lübben und der Spreewald werden immer beliebter. Und die Zufriedenheit der Gäste wächst." Das hat eine Studie ergeben, die Gymnasiasten und Tourismusverein kürzlich präsentierten (die RUNDSCHAU berichtete). 240 000 Übernachtungsgäste seien 2015 in Lübben und Umgebung gezählt worden - eine Steigerung um acht Prozent. "Ein sehr gutes Ergebnis für den Tourismus in unserer Region", sagt Sylvia Lehmann.

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) möchte, dass es so bleibt. Er warb bei den zahlreichen Gästen des Anstakens für einen Besuch in der Kreisstadt: "Sagen Sie es weiter, dass es schön in Lübben ist."

Peggy Nitsche lieferte einige Gründe für einen Besuch in der Spreewaldstadt. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Tourismus, Kultur-und Stadtmarketing (TKS) GmbH Lübben verwies auf zahlreiche Veranstaltungen in diesem Jahr, während die "Kahnfahrten das i-Tüpfelchen sind". Die Kahnnächte gehören ebenso dazu wie literarische und erotische Kahnfahrten, Gruselkahnfahrten, Nachtwächter- und "Unterwasserkahnfahrten".

Peggy Nitsche überreichte auch das geschmückte Rudel an den Kahnfährmann Burkhard Herzke. Die Vize-Chefin der TKS war dafür in das Gewand der Frühlings-, Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Liuba geschlüpft. "Personal ist halt knapp", erklärte Sylvia Lehmann die Personalunion von Peggy Nitsche augenzwinkernd.

Handwerker übergeben Paddel

Schüler des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Lübben nahmen die geschmückten Paddel in Empfang. Handwerker überreichten sie. Ein Zufall war das nicht. Das Handwerk steht landesweit im Mittelpunkt dieses Jahres - auch in Lübben. "Wir wollen zeigen, wie Handwerk war und ist", sagt Sylvia Lehmann. "Tourismus und Handwerk gehören zusammen."

Klaus Altkrüger (Zimmerer), Tilo Irmler (Tischler) und Uwe Friedrich (Fliesenleger) präsentierten das Handwerk während des Anstakens am Ostersamstag.

Zudem wurde eine Informationstafel eingeweiht. Sie steht an der Spreelagune und soll Wasserwanderern eine bessere Orientierung im Spreewald ermöglichen. Das Projekt wurde im Rahmen des Masterplans zum naturverträglichen Tourismus realisiert. Damit wird auf die bisher ungenügende Ausweisung der kanutouristischen Infrastruktur reagiert. Die Informationstafel konnte mit finanzieller Unterstützung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) und der Energieregion Lausitz unter Vermittlung des Landkreises Dahme-Spreewald angefertigt und aufgestellt werden.

Neue Tafeln für den Spreewald

Acht solcher Tafeln für insgesamt 23 500 Euro wurden bisher im Gebiet der MBS realisiert, wie Lutz Habermann erzählt. Dem Geschäftsführer des Spreewaldvereins zufolge sollen Informationstafeln im Rahmen des Masterplans im gesamten Spreewald aufgestellt werden.

Für Besucher der Schlossinsel in Lübben wurde Ostern noch mehr geboten. Die Osterwerkstatt in der Touristeninformation hatte geöffnet. Eine Waleie aus Sand lud zu einem alten Brauch im Spreewald. Kinder hatten besonders viel Spaß, die bunten Ostereier einen kleinen Hang mit Hindernissen hinabrollen zu lassen.

Zahlreiche Gäste nutzten die Möglichkeit von Schnupperkahnfahrten vom Hafen an der Lindenstraße bis zur Spreelagune. Die Goyatzer Blasmusikanten begleiteten sie dabei.