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| 01:13 Uhr

Mit Festgottesdienst an Geschichte erinnern

Schlepzig.. Gottesdienste unter freiem Himmel haben für viele Kirchengänger etwas Beschauliches. Erst an Himmelfahrt gab es mehrere in der Region. Am 3. Foto: privat

Juli wird in Schlepzig im Rahmen der 1000-Jahrfeiern ein Festgottesdienst am Denkmal auf dem Wussegk-Hügel, einer kleinen Talsandinsel im Unterspreewald, gefeiert.
Der Grund ist ein Ereignis, dass vor 100 Jahren stattfand. Am 25. April 1904 wurde nämlich von Pfarrer Asselmann auf dem Wussegk-Hügel im Beisein mehrerer hundert Menschen ein Denkmal eingeweiht. Es sollte an die große Drangsal im 30-jährigen Krieg erinnern, die die Menschen aus Lübben und der Umgebung erleiden mussten. Der Wussegk war damals eine Zufluchtstätte für die Stände des Markgrafentums der Niederlausitz und vieler Spreewälder.
Einer, der den auf die Talsandinsel geflüchteten Menschen Mut zusprach, war der erste Superintendent der Niederlausitz Johann Georg Hutten (1615-1683). Er hielt von 1643 bis 1645 auf dem Wussegk evangelische Gottesdienste für die Stände und für die Gemeinde aus Lübben ab.
Auch dieser couragierten Arbeit wurde das Denkmal gewidmet. Die Inschrift erinnert an die Geschehnisse: „Laß sich freuen alle, die auf dich traun; ewiglich laß die rühmen, denn du beschirmest sie. Fröhlich laß sein die, die deinen Namen lieben“ , (Psalm 5,12).
Zur Vorbereitung des Festgottesdienstes traf sich am 3. Mai die heutige Superintendentin Ulrike Vogt mit einigen Schlepzigern. Ernst Schiel wies darauf hin, dass auf dem Wussegk einst eine kleine Kirche gestanden haben könnte. Gefundene Backsteine sprächen dafür. (fs/red)