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| 12:26 Uhr

Millionen für Spreewälder Qualitäten

Kita Sonnenschein
Kita Sonnenschein FOTO: Spreewaldverein (LR-COS-REM-326)
Lübben. Mit Ablauf dieses Jahres endet die Förderperiode der „ländlichen Entwicklung“ (2007 bis 2013), die aus dem Landwirtschaftsfond (ELER) der Europäischen Union finanziert wird. Der Geschäftsführer des Spreewaldvereins in Lübben, Lutz Habermann, zieht Bilanz – und leitet den neuen Förderzeitraum ein. red/jag

Nahezu flächendeckend haben in den zurückliegenden Jahren die Städte und Gemeinden des Spreewaldes sowie das Amt Schenkenländchen, die Stadt Mittenwalde und die Gemeinde Heidesee die Möglichkeiten des Förderprogrammes zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse in ihren Orten genutzt. Besonders erfreulich sind die vielfältigen positiven Veränderungen in den zwölf geförderten Kindereinrichtungen, bei einer Vielzahl sanierter Vereinshäuser, Sport- und Freizeitanlagen, sowie der touristischen Infrastruktur, die ohne dieses Programm nicht hätten realisiert werden können.

Großen Wert wurde auch auf den Ausbau attraktiver Radwegenetze und deren Zertifizierung gelegt, durch die das Reisegebiet Spreewald weiter an Qualität gewonnen hat. In den Genuss einer Förderung sind zudem viele private Antragsteller sowohl im Zusammenhang mit Existenzgründungen als auch für den Bau von Ferienwohnungen sowie dorftypischer Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungen gekommen. Besonders aufmerksam wurden Vorhaben verfolgt, die Arbeitsplätze schafften oder sicherten sowie zur Beseitigung von Strukturnachteilen für die ländliche Bevölkerung und die Wirtschaft beigetragen haben. Insgesamt sind 71 neue Arbeitsplätze von privaten Antragstellern geschaffen worden. Eine fachliche Beratung haben alle Interessenten beim Spreewaldverein in Anspruch genommen.

Mit 318 geförderten Projekten sind seit 2007 in der SpreewaldRegion Investitionen von 68,2 Millionen Euro ausgelöst worden. Die Europäische Union, der Bund und das Land Brandenburg haben für die Finanzierung dieser Maßnahmen Fördermittel in Höhe von 43,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Städte und Gemeinden im Spreewald werden sich in den kommenden Jahren mit den noch offenen Problemen der Daseinsvorsorge, Versorgungssicherheit und Mobilität der in den ländlichen Gebieten lebenden Menschen auseinandersetzen und nach nachhaltigen Lösungen suchen müssen. Dies erfordert unter anderem eine neue Qualität in der kommunalen Zusammenarbeit sowie eine stärkere Beteiligung bzw. Einbeziehung der regionalen Wirtschafts- und Sozialpartner.

Die Europäische Union wird in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 erneut Finanzmittel für die ländliche Entwicklung zur Verfügung stellen. Gleichzeitig setzt sie jedoch höhere Maßstäbe an die Qualität und die Zielsetzungen in der noch zu erarbeitenden Entwicklungsstrategie. Die Menschen im Wirtschaftsraum Spreewald sollten sich mit kreativen und innovativen Ideen in den Prozess der Erarbeitung dieser neuen Strategie einzubringen. Interessenten können sich dazu direkt an den Spreewaldverein per Mail unter info@spreewaldverein.de (Tel. 03546 8426) bzw. an die örtlichen Kommunalverwaltungen wenden.