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| 12:24 Uhr

Schnelles Internet
Mieter haben „Internet mit Bums“

Eine Kabeltrommel mit Leitungen für das Breitbandnetz. In Lübben haben Mieter mitetls dieser Verbindungen schnelles Internet.
Eine Kabeltrommel mit Leitungen für das Breitbandnetz. In Lübben haben Mieter mitetls dieser Verbindungen schnelles Internet. FOTO: Carsten Rehder / dpa
Lübben. Leistungsstarkes Glasfasernetz ist bei Wohnungsunternehmen in Lübben angeschlossen.

Mieter der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft und der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft GWG Lübben haben seit dieser Woche „Internet mit Bums“, wie es LWG-Geschäftsführer Hartmut Kohlmann beim ersten Spatenstich vor einem Jahr formuliert hatte. Beide Unternehmen haben in Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturunternehmen Pepcom das Glasfasernetz für ihre Mieter ausbauen lassen und einen Gestattungsvertrag mit dem Kabelfernsehanbieter abgeschlossen.

Spatenstich war am Nikolaustag 2016 – nun zu Weihnachten 2017 sind die Arbeiten abgeschlossen. In persönlichen Anschreiben waren zu Beginn des Jahres die Mieter über die anstehende Modernisierung, die Arbeiten auf Gehwegen und Straßen wie auch im Haus und in den Wohnungen informiert worden. So wie die beauftragten Handwerker sauber gearbeitet haben, seien auch die Mieter kooperativ gewesen, schätzt GWG-Vorstand Jürgen Busch zum Abschluss der  Maßnahme ein.

Am Montag ist die Umschaltung der gemeinsamen Kopfstation von den Technikern vorgenommen worden. Die Mieter können ihr Antennenkabel in die neu installierte Multimedia-Anschlussdose stecken – dann kann die vereinbarte Leistung in Anspruch genommen werden. So heißt es im Schreiben, das die Mieter zur Umstellung des Kabelsignals erhalten haben. Demnach kostet das TV-Basisangebot monatlich 6,22 Euro, das bei der LWG über die Betriebskosten mit veranschlagt wird, so Geschäftsführer Kohlmann. „Das ist viel Leistung für wenig Geld“, sagt er. Die Pepcom GmbH ist Vertragspartner für beide Wohnungsunternehmen der Stadt. Die Mieter können Highspeed im Internet mit bis zu 400 Mbit/s surfen,  telefonieren und den Fernseh- und Rundfunk-Empfang nutzen. Pepcom ist ab 1. Januar 2018  der neue Vertragspartner und versorgt alle Wohnungen der LWG und der GWG entsprechend eines Rahmenvertrags und schließt mit den Wohnungsnutzern Einzelverträge ab.

Mit diesem modernen, zeitgemäßen Angebot sollen nun in absehbarer Zeit die Satelliten-Schüsseln von den Wohnhäusern verschwinden, die sich mancher Mieter angeschafft hatte, weil ihm das TV-Angebot bisher nicht ausreichte. Das habe auch mit der Sicherheit der Anbauten zu tun, und häufig hätten Mieter dafür auch gar keine Genehmigung gehabt, so die beiden Chefs der LWG und der GWG. „Die wärmegedämmten Fassaden können beschädigt werden“, sagt Hartmut Kohlmann. „Wenn eine Schüssel vielleicht herunterfällt und jemand verletzt wird“, das möchte sich Jürgen Busch nicht vorstellen. „Rechtlich ist die Sache klar, es gibt jetzt eine kostengünstige Lösung für Mieter. Wir wollen unser Mitglieder überzeugen, die Schüsseln abzunehmen. Mit dem Aufsichtsrat werden wir uns zu Beginn des Jahres abstimmen, wie weiter zu verfahren ist“, sagt er.

LWG-Geschäftsführer Kohlmann verweist darauf, dass es in der Nachbarstadt Lübbenau bereits gerichtsfeste Erfahrungen gibt. Die Verfahren seien zugunsten der Wohnungsunternehmen entschieden worden, erklärt er.