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| 17:37 Uhr

Lesermeinung
Park mit Laubbäumen vernichtet

 Katrin Weinert (r.), Leiterin des evangelischen Seniorenzentrums in Lübben, gratuliert Elsbeth Reinholz zum 106. Geburtstag.
Katrin Weinert (r.), Leiterin des evangelischen Seniorenzentrums in Lübben, gratuliert Elsbeth Reinholz zum 106. Geburtstag. FOTO: Andreas Staindl
Zum Beitrag „Lübben hat das Weltklima im Blick“, LR vom 6.12.2018

Im 1. Teil des Beitrags wurde richtig von Herrn Reusswig vom Potsdamer Institut der derzeitige Stand im Klimaschutz dargestellt. Die Stadt Lübben denkt, wenn man einen teuren Klimaschutzmanager einstellt, ist das Problem gelöst. Man glaubt, wenn man einige öffentliche Gebäude energetisch für viel Geld saniert oder eine Ladesäule in Lübben aufstellt, hat man viel geleistet. Weit gefehlt!!

In der ganzen Welt spricht man vom Verbrechen der „Rodung der Regenwälder“ aus reinen Profitgründen. Was hat man diesbezüglich in Lübben gemacht? Ein Park mit Laubbäumen von ca. 10 000 m² (ein Hektar) wurde in den letzten zehn Jahren Schritt für Schritt vernichtet. Ein Park wirkt wie eine grüne Lunge. Der CO2-Austausch von rund 1000 Pkw könnte damit egalisiert werden.

Aus Profitinteressen eines einzelnen Westdeutschen (Ex-Oberster Verwaltungsrichter) wurde in einer Erbauseinandersetzung das gesamte Grundstück mit Villa, Park und Kleingartenanlage günstig ersteigert. Die Stadt Lübben erfüllte dem neuen Eigentümer alle Wünsche und wandelte Park und Gartenland sofort in wertvolles Bauland um. Dagegen gab es von den Anliegern der Gartenstraße, Weinbergstraße, Langer Rücken und Feldstraße Protest und Widerspruch. Dies wurde auch damals in der LR veröffentlicht mit Foto der Beteiligten. Leider sind mittlerweile aktive Mitstreiter, wie Horst Karras, Jochen Brandt, Dieter Richter und Dr. Sabbath verstorben.

Von den Verantwortlichen der Stadt wurde etwa so geantwortet, dass ein Eigentümer von Grund und Boden mit seinem Grundstück machen könne, was er wolle. Das Umweltamt des Landkreises antwortete, dass sich die Tierwelt im Park ganz von selbst umsiedele, wenn der Lebensraum entzogen werde.

Die Reihe der Umweltsünden in der Stadt Lübben könnte man beliebig fortsetzen, z. B. es ist geplant, für Millionen von Euro die grüne Fläche der ehemaligen Mülldeponie (10 bis 15 m hohe Bäume und Strauchwerk) zu beseitigen, um dort eine Solaranlage zu errichten. Bei allen Maßnahmen sollte man die Frage stellen, wie kann ich den Ausstoß klimaschädlicher Gase beeinflussen. Eine Solaranlage tut dies nicht, sie verteuert nur die Energiekosten für die Bürger.