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Mehr Zeit für Strategiebeschluss

Die Spreewaldinformation in Lübben ist Dreh- und Angelpunkt für viele touristische Angelegenheiten. Sie gehört zur TKS, die wiederum Teil des neuen Entwicklungskonzepts für Lübben ist. Wie die Spreewaldstadt insgesamt strategisch bis 2026 als einer der führenden Standorte für Freizeitgestaltung und Erholung in Brandenburg positioniert werden kann, wird voraussichtlich Ende April entschieden.
Die Spreewaldinformation in Lübben ist Dreh- und Angelpunkt für viele touristische Angelegenheiten. Sie gehört zur TKS, die wiederum Teil des neuen Entwicklungskonzepts für Lübben ist. Wie die Spreewaldstadt insgesamt strategisch bis 2026 als einer der führenden Standorte für Freizeitgestaltung und Erholung in Brandenburg positioniert werden kann, wird voraussichtlich Ende April entschieden. FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Die Spreewaldstadt soll als einer der führenden Standorte für Freizeitgestaltung und Erholung in Brandenburg positioniert werden, und zwar durch eine qualitätsorientierte Entwicklung. Dieses strategische Ziel ruft die Beraterfirma Dwif in ihrem Organisations- und Entwicklungskonzept für den Freizeit- und Erholungsstandort Lübben aus. Ingvil Schirling

Auf 75 Seiten hat sie Stärken und Schwächen analysiert, fünf Handlungsfelder und elf Schlüsselmaßnahmen benannt und detailliert beschrieben (die RUNDSCHAU berichtete). Herausgekommen ist ein dickes Paket an Informationen, die nicht neu sind, deren Lektüre aber lohnt, weil die Berliner Berater unverblümt den Finger in Lübbens Wunden legen. Mangelnde Kooperation und Kommunikation ist nur eine davon.

Die Dicke des Pakets ist nun das Problem. Im Hauptausschuss am Montag dieser Woche sollte es eigentlich ein letztes Mal vorberaten werden, ehe in der Stadtverordnetenversammlung Ende März ein Beschluss dazu geplant war. Der Finanzausschuss hatte sich kürzlich als erstes Fachgremium damit auseinander gesetzt.

Die Kurzfristigkeit aber ließ Peter Schneider zögern.

Der Vorsitzende der Stadtfraktion stellte zur Diskussion, das Konzept erst zur Stadtverordnetenversammlung im April zu beschließen und bis dahin - statt einer erneuten Präsentation - lieber ein Arbeitstreffen mit Karsten Heinsohn zu organisieren, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Zur Fraktionssitzung Anfang des Monats, begründete Schneider, habe das Konzept noch nicht vorgelegen, so dass die Stadtfraktion keine Möglichkeit gehabt habe, sich über die 75 Seiten abzustimmen.

Ähnliche Probleme sah Wolfram Beck (Pro Lübben). "Ich habe die 75 Seiten auch noch nicht lesen können", stützte er Schneiders Argumentation.

Ob dies Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der TKS habe, die sich gerade im Umbruch befindet, hakte Peter Rogalla (Die Linke) bei deren neuer Geschäftsführerin Marit Dietrich nach. Sie versicherte, dass die Verschiebung "unschädlich fürs Tagesgeschäft" sei, fasste Rogalla zusammen.

Statt das Konzept zur Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, sprach sich der Hauptausschuss am Ende einmütig dafür aus, es dort als eine erste Lesung zu betrachten, zu der Karsten Heinsohn als Dwif-Berater wie geplant anwesend sein soll.

Im April soll ein Arbeitstreffen vereinbart werden, um detailliertere Fragen zu klären. Zur Beschlussfassung soll das Konzept nach diesem Vorschlag in der Stadtverordnetenversammlung Ende April vorliegen.

Zum Thema:
Es gibt aktuell zwei wegweisende Konzepte von der Beraterfirma Dwif. Das eine betrifft die Umstrukturierung der TKS, die beschlossen und in vollem Gange ist. Das andere dreht sich um die Gesamtentwicklung der Stadt Lübben als Freizeit- und Erholungsstandort im Brandenburgischen Wettbewerb bis 2026. Dieses wird derzeit diskutiert. Es geht weit über die Neuausrichtung der TKS hinaus und betrifft die ganze Stadt. Die Inhalte reichen von der perspektivisch benötigten Bettenzahl über Kommunikation und Kooperation untereinander bis hin zu einer möglichen Neuauflage des "Wasserreichs Spree" in verkleinerter Form. Nachzulesen ist das Organisations- und Entwicklungskonzept für den Freizeit- und Erholungsstandort Lübben auf w www.luebben.de unter Rathaus/Politik und der entsprechenden Sitzung. Beim Hauptausschuss beispielsweise unter TOP 5.Die TKS treibt derweil ihre interne Umstrukturierung voran. Der frühere Geschäftsführer Thomas Worms ist in den Ruhestand verabschiedet. Marit Dietrich hat Anfang März die Zügel übernommen und leitet nun die Umsetzung des beschlossenen Konzepts an.