Die Fahrten durch den tiefen Sand auf dem Waldweg zwischen Siegadel und Guhlen sind endlich Geschichte. In dieser Woche ist der neue Waldwirtschaftsweg mit touristischer Nutzung offiziell freigegeben worden. „Es fährt sich sehr gut“, sagt Ingrid Schulze, die bereits auf der neuen Straße gemeinsam mit ihrem Enkel geradelt ist. Vor allem für die Schüler, die in Goyatz zur Schule gehen, sei diese kurze Verbindung wichtig. Sie brauchen nicht mehr entlang der Bundesstraße nach Goyatz zu radeln.
Rund zehn Jahre habe man um einen für Radfahrer sicheren Weg zwischen Siegadel und Goyatz gekämpft, so Helmut Jatzlau. Ursprünglich sollte er straßenbegleitend als Ausgleichsmaßnahme für die Windräder entstehen. Als daraus nichts wurde, entstand die Idee den Wirtschaftsweg auszubauen. Vom ersten Gedanken bis zur Fertigstellung gingen wieder etwa fünf Jahre ins Land. Zeiten, in denen die Bewohner des Ortes regelmäßig Fahrradgruppen vor dem losen Sand warnten. „Es war wie am Meer“, sagt Anwohnerin Cornelia Heidemann. „Passierbar war der Weg eigentlich nur für geländegängige Fahrzeuge“, bestätigt Bürgermeister Rainer Hilgenfeld.

Jetzt fehlt nur noch ein Radweg von Groß Leine nach Siegadel

Im April dieses Jahres hatten die bauarbeiten am insgesamt 2,4 Kilometer langen Weg begonnen. Insgesamt rund 510 000 Euro, davon rund 380 000  Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm sind bezahlt worden. Auf einer Breite von drei Metern ist er jetzt asphaltiert. Die Bankette sind befestigt und als Ausgleichmaßnahme wurden 84 Süßkirschen gepflanzt. „Nun fehlt nur noch der straßenbegleitende Radweg von Groß Leine nach Siegadel, dann können die Radler vom Spreewald bis zum Schwielochsee fahren“, sagt Hilgenfeld. Aber dieser Abschnitt liege in der Verantwortung des Landkreises Dahme-Spreewald, ergänzt der Bürgermeister.
Im Amt Lieberose/Oberspreewald sollen noch weitere Waldwege ähnlich dem zwischen Siegadel und Guhlen befestigt werden. Bauamtsleiterin Annette Joppich benennt die Verbindung zwischen Mochow und Goyatz. „Die Planung läuft, die Fördermittel sind da. Noch in diesem Jahr wollen wir beginnen“, so Joppich. Und auch für den Weg zwischen Straupitz und Byhleguhre sind bereits Fördermittel und Eigenanteil vorhanden. Aktuell laufe das Genehmigungsverfahren. Die Bauamtsleiterin hofft, im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen zu können.

Luckau/Lübben