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| 01:24 Uhr

Mehr Grundstückskäufe im Landkreis Dahme-Spreewald

Lübben.. In der Nähe zu Berlin sind bei Grundstücksverkäufen leicht steigende Umsätze zu verzeichnen. Insgesamt aber zeigt sich der Grundstücksmarkt im Landkreis Dahme-Spreewald im ersten Halbjahr uneinheitlich.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Dahme-Spreewald für das erste Halbjahr 2007 erarbeitet hat.
„Trotz der Unterschiede ist die Entwicklung der Bodenpreise überwiegend stabil“ , sagte der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Jürgen Kuse. Die Anzahl der Kaufverträge im gesamten Landkreis stieg demnach im ersten Halbjahr 2007 um 15 Prozent. Während dagegen der Gesamtgeldumsatz um 15 Prozent rückläufig war, heißt es weiter.
Im Norden des Landkreises ist ein Zuwachs von zwölf Prozent bei Käufen festzustellen. Um sieben Prozent ist der Geldumsatz gewachsen. Im Süden ist es etwas anders. Dort sind zwar 20 Prozent mehr Verträge zu verzeichnen, dafür wurde aber 54 Prozent weniger Geld umgesetzt als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Wurden in Luckau im Vorjahr 70 Grundstücke verkauft, so waren es im ersten Halbjahr 2007 nur 68. Die Erlöse sanken damit von vier Millionen auf 1,5 Millionen Euro.
Im Amt Golßener Land stieg die Zahl von 39 verkauften Grundstücken (800 000 Euro) auf 57 (1,1 Millionen Euro). In Heideblick dagegen ist sie von 43 Grundstücken (700 000 Euro) auf 32 (400 000 Euro Umsatz) gesunken.
Die Gemeinden Schönefeld, Schulzendorf und Zeuthen verzeichnen im ersten Halbjahr einen Zuwachs sowohl bei der Anzahl der Kaufverträge als auch beim Geldumsatz. Deutlich weniger Umsatz als im ersten Halbjahr 2006 ist vor allem in Eichwalde und im Amt Mittenwalde festzustellen, schätzte der Gutachterausschuss ein.
Die Verkaufspreise unbebauter Baugrundstücke im Landkreis Dahme-Spreewald sind im ersten Halbjahr 2007 stabil geblieben, geht aus dem Gutachten hervor. Ausnahmen stellen Eichwalde sowie Teile von Zeuthen und Schulzendorf dar. „Hier scheint ein fortschreitender Rückgang der Bodenrichtwerte nicht unwahrscheinlich.“
Für den Bereich der Gemeinde Schönefeld gebe es bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses vermehrt Preisnachfragen für Gewerbegrundstücke. Bisher schlägt sich laut Kuse diese Nachfrage aber noch nicht in nachweisbar gesteigerten Kaufaktivitäten gewerblicher Immobilien nieder.
Im Südkreis, vor allem in infrastrukturell gut gelegenen Standorten wie beispielsweise Freiwalde, sei gegenüber den Vorjahren durchaus eine Steigerung der Anzahl veräußerter Gewerbeimmobilien zu verzeichnen.
In der Kreisstadt Lübben zeigt sich wie in allen Gemeinden des äußeren Entwicklungsraumes der Trend zur Konsolidierung des Preisniveaus bei Wohnbauflächen. Nach den Erfahrungen in den vergangenen Jahren sind im zweiten Halbjahr jedes Kalenderjahres mehr Grundstücksverkäufe als im ersten Halbjahr zu erwarten, erklärte Kuse.
Hinsichtlich des Geldumsatzes dürfe man daher gespannt sein, ob auch die Umsätze steigen werden. (red/bg)