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| 16:42 Uhr

Verbraucher
Mehr Beratung für Verbraucher im Digimobil

 Oliver Sydow (l.)  ist sonst mit dem Digimobil im Norden Brandenburgs unterwegs. In Lübben erhält er Unterstützung von Geschäftsführer Christian Rumpke.
Oliver Sydow (l.)  ist sonst mit dem Digimobil im Norden Brandenburgs unterwegs. In Lübben erhält er Unterstützung von Geschäftsführer Christian Rumpke. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Lübben. Verbraucherzentrale bietet Videokonferenz an. Von Katrin Kunipatz

Den Markttag am Freitag nutzte die Verbraucherzentrale Brandenburg für einen Zwischenstopp mit ihrem Digimobil. Auf dem Lübbener Marktplatz hatte Fahrer Oliver Sydow das Fahrzeug gegenüber dem Rathaus abgestellt. Wie er erläutert, handelt es sich um das bundesweit einzige Digimobil, mit dem die Verbraucherzentrale bereits seit Februar im Norden des Landes Brandenburg unterwegs ist.

Gezielt werden einmal im Monat Orte angefahren, in denen es die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale noch nie gab oder nicht mehr gibt. „Per Videochat können Verbraucher ihre Fragen direkt an die Experten der Beratungsstellen stellen“, erklärt Sydow. Er selbst fungiert als Türöffner, spricht die Leute an, erläutert das Angebot und stellt die Videoverbindung zum Fachmann her. Außerdem können im Digimobil auch Fachartikel der Stiftung Warentest recherchiert und ausgedruckt werden. Um immer und überall die erforderliche Datenverbindung für die Videokonferenz sicher zu stellen, verfügt das Fahrzeug über Technik, mit der verschiedene Funknetze für die Übertragung genutzt werden. „Deshalb haben wir Internet, wo andere keins haben“, so Sydow.

Das insgesamt 200 000 Euro teure Digimobil konnte die Verbraucherzentrale Brandenburg dank eines Förderprogramms des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Kofinanzierung durch das Verbraucherschutzministerium Brandenburgs anschaffen.

Grundsätzlich gehe es darum, in ländlichen Räumen für digitale Angebote zu sorgen, um gewachsene Strukturen zu erhalten, erklärt Christian Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Die Menschen sollen sich vor allem mitgenommen fühlen“, sagt er.

Ziel des Besuchs auf dem Lübbener Markt sei es, das Digimobil und seine Möglichkeiten bekannt zu machen und für die Anschaffung mindestens eines weiteren Fahrzeugs zu werben. Rumpke sieht vor allem in Südbrandenburg und dem nördlichen Sachsen entsprechenden Bedarf. Auch hier sind die Entfernungen zu den einzelnen Geschäftsstellen der Verbraucherzentralen groß, und der Internetausbau weist Lücken auf. Außerdem könnte das Digimobil gut sichtbar platziert und so von mehr Menschen wahrgenommen werden, als das Büro der Verbraucherzentrale im Rathaus.