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Mattuschka: "Aber eigentlich haben wir immer alle weggehauen"

3. Liga, 21. Spieltag, Dynamo Dresden - Energie Cottbus 1:0, Torsten Mattuschka
3. Liga, 21. Spieltag, Dynamo Dresden - Energie Cottbus 1:0, Torsten Mattuschka FOTO: Christiane Weiland
Am Osterwochenende stehen im Fußballkreis Niederlausitz die Pokal-Halbfinalspiele an. Peitz empfängt den VfB Cottbus und der letztjährige Finalist Motor Saspow muss in Schorbus antreten.

FuPa Brandenburg sprach über die Spiele mit Energie-Profi Torsten Mattuschka, der die Paarungen ausloste und die Teams selbst noch aus seiner Amateur-Zeit bei Merzdorf und Dissenchen kennt.

Herr Mattuschka, Peitz, der VfB, Saspow und Schorbus dürften für Sie keine Unbekannten sein?
Na klar kenne ich die Truppen. Gegen alle Mannschaften habe ich selbst noch gespielt. Ich interessiere mich auch noch dafür, wie es läuft und lese montags die Spielberichte und schaue, wer gerade wo liegt in seinen Ligen.

Sie verfolgen also durchaus noch das Lausitzer Fußballgeschehen.
Natürlich, ich habe auch noch Kumpels, die in solchen Ligen spielen. Ich gehe bei Merzdorf oder Dissenchen ab und zu auch selbst mal gucken. Jetzt bin ich ja wieder in Cottbus, da schaue ich natürlich mehr und verfolge das Geschehen intensiver.

Wer war von den vier Teams früher der unangenehmste Gegner?
Das kann ich nicht mehr so genau sagen. Saspow war immer ein bisschen Derby, das war gut. Aber eigentlich haben wir alle weggehauen (lacht).

Bei 100 Toren in 100 Spielen für Dissenchen in der Landesklasse war sicher der ein oder andere Treffer gegen die Mannschaften dabei.
Das kann durchaus sein (lacht).

Gibt es heute noch die Chance, einen ähnlichen Weg wie Sie recht spät aus der Landesklasse in den Profibereich gehen zu können?
Na klar. Es gibt genug gute Spieler in den unteren Ligen, die wahrscheinlich selbst nicht glauben, es schaffen zu können. Man muss natürlich zum richtigen Zeitpunkt auch das gewisse Quäntchen Glück haben. Das war bei mir genauso. Wenn ich in diesen ein oder zwei Partien, die ich als Profi gespielt habe, nicht gut gewesen wäre, wäre ich jetzt immer noch in Dissenchen oder Merzdorf. Das wäre aber auch ok gewesen. Es gibt definitiv gute Jungs, die in der Kreisliga jedes Jahr 30 oder 40 Tore schießen, die auf jeden Fall Fußball spielen können. Natürlich ist es schwer, dass man auf sie aufmerksam wird. Aber wenn sie dann auch richtig trainieren würden, könnten sie es bestimmt auch schaffen.

Wie sieht es bei Ihnen in der Zukunft aus? Gibt es nach dem Karriereende noch Auftritte in den unteren Ligen?
Wenn meine Karriere vorbei ist, werde ich mit meinen Jungs, mit denen ich auch schon bei den A- und B-Junioren zusammen gespielt habt, für Merzdorf Alte Herren spielen. Ich hoffe, dass ich das zeitlich vereinbaren und mit den Jungs Spaß haben kann. Darauf habe ich richtig Bock. Alles andere kann man ohnehin nicht beeinflussen. Ich freue mich darauf, dass ich mit meinen Kumpels, die ich seit fast 30 Jahren kenne, freitagabends eine Runde kicken und danach vielleicht auch einen Stiefel saufen kann (lacht).

Mit Torsten Mattuschka sprach Sven Bock