„Skat ist unser Hobby“ , kommt es wie aus einem Munde, und schon geht es los.
Aufgefallen sind die drei fünfzehnjährigen Treppendorfer Jungs nicht erst kürzlich beim ersten Spreewald-Skat-Cup, sondern schon bei einigen Turnieren in der Region. Zwei zweite Plätze zählt Christian zu seinen bisher größten Erfolgen. „So manchem alten Skatfuchs blieb die Spucke weg“ , berichtet er nicht ohne Stolz.
Doch vor dem Erfolg kommt das Üben und das täglich. Die Spielkarten gehören für die drei Jungs zu den Utensilien, die sie stets bei sich tragen. „Wenn in der Schule eine Stunde ausfällt, dann wird gereizt und gespielt. Leider gehen wir nicht an eine Schule“ , sagt Maximilian. Er und Alexander besuchen das Gymnasium. „Unser dritter Mann fehlt am Vormittag“ , denn Christian lernt in der Realschule. „Wir wollten unseren Mathelehrer, Herrn Clasen, schon davon überzeugen, doch der passte bisher“ , so Maximilian, und selbst „das Argument, dass Skat spielen Matheförderung pur sei“ konnte nicht überzeugen.
„Skat spielen ist logisches Denken“ , argumentiert auch Christian. „Kopfrechnen, mitdenken, Erfolgsstrategien entwickeln - das fördern unsere Lehrer. Da kommt es schon vor, dass in einer Pause auch der Lehrer uns nicht nur über die Schultern schaut, sondern Tipps gibt.“
Sich auszuprobieren, das war der Beweggrund der Jungs für ihre Teilnahme am Spreewald-Skat-Turnier im Haus Burglehn. „Wir wollten Erfahrungen sammeln und uns Tricks abschauen“ , erklärt Alexander. Zwar haben die Jungs diesmal noch Lehrgeld gezahlt, doch über den Preis für den besten Nachwuchsspieler, eine Freikarte für den Inselmusiksommer, hat sich Christian riesig gefreut. Dabei sein werden die Drei auch bei der nächsten Runde des Cups im Oktober.
Übrigens, Skat spielen haben die Drei von den Vätern beim Angeln gelehrt bekommen, „denn Skat ist nicht nur ein guter Zeitvertreib, sondern half uns als Grundschülern, im Kopfrechnen besser zu werden“ .