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Material über alte Gasthäuser im Spreewald gesucht

Lübben. Auch wenn die aktuelle Sonderausstellung "Mode aus Lübben. Vom Schönfärber zur Konfektionsbrigade" noch bis zum 13. November im Museum Schloss Lübben zu sehen ist, arbeiten die Mitarbeiter bereits am nächsten Projekt. Ingrid Hoberg

"Gänsebraten und Mohnpiehlen" lautet der Titel der diesjährigen Weihnachtsausstellung. Erzählt wird die Geschichte der alten Gasthäuser und der traditionellen Küche in Lübben und Umgebung, erklärt Museumsleiterin Christina Or phal. "Am 1. Dezember wird die Ausstellung im Schloss eröffnet", kündigt sie an.

Die Vorbereitungen sind von umfangreichen Recherchen begleitet. "Wir begeben uns auf die Suche nach der Geschichte unserer alten Gasthäuser, um deren Vergangenheit bis zum heutigen Zeitpunkt zu dokumentieren", erklärt sie. Gemeinsam mit Mitarbeiter Philip Kardel ist sie in der Region auf Spurensuche unterwegs. In Lübben und Umgebung sind bereits Flyer und Plakate verteilt worden, auf denen genau beschrieben ist, was das Museum als Leihgaben oder Geschenke sucht. Auch am Kauf ist die städtische Einrichtung interessiert. Ob es Chroniken, Lagepläne oder Luftaufnahmen sind, Fotos, Postkarten, Zeichnungen oder Gemälde, Rezept- oder Gästebücher, altes Geschirr oder Einrichtungsgegenstände - alles kann Geschichten erzählen.

"Um 1750 gab es im Altkreis Lübben mehr als 50 Gasthäuser, Gasthöfe und kleine Schenken, die zum Teil heute noch bestehen", sagt Christina Orphal. In den touristischen Zentren seien zwar neue Gaststätten entstanden, auf dem Land werde jedoch ein gegenteiliger Trend beobachtet. Für manches Haus gibt es keinen Nachfolger mehr und die Türen bleiben geschlossen.

"Wir können nicht jeden Ort besuchen, an dem es ein Gasthaus gab oder noch gibt. Deshalb freuen wir uns, wenn sich Leute melden, die etwas zur Ausstellung beisteuern können", sagt die Museumschefin. Sie denkt auch an Stammtisch-Gäste, die noch Geschichten von damals erzählen können. Wie wurde früher gefeiert, wurde noch selbst gebraut oder wie lief das Schlachtefest ab? Vielleicht erinnert sich jemand noch an Sagen, die bisher nicht bekannt sind.

Kontakt mit dem Stadt- und Regionalmuseum lässt sich auf vielfältige Weise aufnehmen: per E-Mail (museum@tks-luebben.de), Telefon (03546 187478), Telefax (03546 186369) oder persönlich bei einem Besuch des Lübbener Schlosses im Ernst-von-Houwald-Damm 14.

Das Stadt- und Regionalmuseum im Schloss Lübben ist von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden auf Anfrage angeboten.