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| 02:42 Uhr

"Marienkäfer" feiern ihre wechselvolle Geschichte

Kinder und Gäste der Kita "Marienkäfer" in Groß Leuthen haben am Freitag gleich drei Jubiläen gemeinsam gefeiert.
Kinder und Gäste der Kita "Marienkäfer" in Groß Leuthen haben am Freitag gleich drei Jubiläen gemeinsam gefeiert. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Groß Leuthen. Die Geschichte der Kindertagesstätte in Groß Leuthen (Märkische Heide) reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. asd1

Baronin Margot Wurmb von Zink hatte vor 125 Jahren eine Kleinkinderbewahranstalt in Groß Leuthen gegründet. Dieses und zwei weitere Jubiläen wurden am Freitag gefeiert.

Das Gebäude der heutigen Kita "Marienkäfer" wurde vor 60 Jahren errichtet. Und seit 20 Jahren wird die Einrichtung in freier Trägerschaft betrieben. Eltern, Mitarbeiter und interessierte Bürger hatten den Verein Kindertagesstätte "Marienkäfer & Freizeitclub e.V. Groß Leuthen vor zwei Jahrzehnten gegründet. "Seitdem hat sich unsere Arbeit mit den Kindern verändert", sagt Viola Lüben. Sie leitet die freie Kita von Beginn an, arbeitet seit 30 Jahren in dem Haus und erinnert sich: "Anfangs gab es hier nur wenige Kinder, deshalb hatte sich die Kommune auch von der Einrichtung getrennt. Zehn Jahre später konnten wir schon doppelt so viele Mädchen und Jungen betreuen. Mit derzeit 32 Kindern ist unsere Kapazitätsgrenze fast erreicht."

Das heutige Gebäude ist das dritte Objekt, in dem die Kindertagesstätte in Groß Leuthen beherbergt wird. Die beiden ersten Häuser sind inzwischen im Privatbesitz.

Ortsvorsteherin Christine Exler hat Freitag an die wechselvolle Geschichte erinnert. Sie schlüpfte dafür in die Rolle der Baronin.

Auch Schwester Luise hat als "Kita-Tante" ihre Spuren hinterlassen. Christel Maaß erinnert sich noch gut an sie. Die 80-Jährige hat viele ihrer Erinnerungen in einem Buch festgehalten. Und ein klein wenig war Tante Luise auch während des Jubiläums dabei. Kerstin Schulze ist in die Rolle der ehemaligen Kindergärtnerin geschlüpft. Die 47-Jährige aus Lübben hat einige Jahre selbst in der Kita in Groß Leuthen gearbeitet. Am Freitag kam sie gemeinsam mit der Baronin und weiteren Persönlichkeiten mit der Kutsche vorgefahren.

Auch Horst Borch hat mitgefeiert. Er war als Lehrling vor 60 Jahren am Bau des Kita-Gebäudes beteiligt, wie Viola Lüben sagt. Als Erinnerung daran hat sie ihm die goldene Maurerkelle überreicht. Sie würdigte zudem die Arbeit des damaligen Architekten: "Das Gebäude ist wirklich sehr schön geworden." Auch die pädagogische Arbeit in dem Haus kann sich sehen lassen. Die Freie Universität Berlin hatte der Kita 2008 ein entsprechendes Gütesiegel verliehen.

"Der Blick von außen war und ist uns sehr wichtig", sagt die Leiterin. "Wir sind beispielsweise angeregt worden, unser Raumkonzept zu verbessern." Aktuell müssen vor allem Dach und Zaun saniert werden. Ein anderer Wunsch wurde schon erfüllt. Verschiedene Schaukeln konnte Freitag eingeweiht werden. Der Lions Club in Lübben und die Sparkasse etwa haben das Projekt unterstützt. Weitere Sponsoren haben bei der Umsetzung geholfen. Sie sorgen zum Teil seit Jahren für eine attraktive Kindertagesstätte in Groß Leuthen.

Erzieherinnen und Kinder bedankten sich unter anderem mit einem unterhaltsamen Programm. Und wie schon vor zehn Jahren ließen die Teilnehmer der Geburtstagsfeier auch diesmal Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel steigen. Die Zukunft der Einrichtung in freier Trägerschaft scheint gesichert. "Drei Kinder verlassen uns in Richtung Schule, andere kommen nach", erzählt Viola Lüben. "Ich mache mir um die Zukunft unserer Kita keine Sorgen." Die Vergangenheit soll der Nachwelt erhalten bleiben. Ein entsprechendes Büchlein sei in Arbeit.