ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

"Marie" und "Leon" sind die Favoriten

Lübben. Blumennamen wie Rose und Kamille zählen unter den selten vergebenen Vornamen im Lübbener Standesamtsbezirk noch zu den weniger erstaunlichen. Schon eher neu und ungewöhnlich sind Beispiele aus dem Jahr 2015 wie Bibiana Derlyn, Renesmee, Lumaraa oder Miray, ebenso Ylvie oder Iwi unter den Mädchen. Ingvil Schirling

Eher einmal mehr nachgefragt wird voraussichtlich auch bei diesen Jungs, die 2015 das Licht der Welt erblickten und in Lübben angemeldet wurden: bei Aik, Carmine, Junis oder Jaylen. Der schöne griechische Name Spiros nimmt sich dagegen schon fast gewöhnlich aus.

Bekannte Namen beliebt

Spitzenreiter unter den beliebtesten Namen im vergangenen Jahr aber sind gut bekannte. Gleich 16 Mal trugen die Lübbener Standesbeamtinnen um Steffi Balke das schöne "Marie" in die offiziellen Papiere ein, gefolgt von "Sophie" (neun Mal) und "Charlotte" (sieben Mal). Bei den Jungs war "Leon" der beliebteste Name 2015. Er wurde 13 Mal vergeben, gefolgt von Noah (sieben Mal) und Ben (sechs Mal). Alte deutsche Namen wie Frieda, Johanna, Elisabeth, Max, Oskar oder Theo zählen ebenfalls zu den mehrfach vergebenen, doch darunter mischen sich mit "Fabienne" (fünf Mal), "Louis" (fünf Mal) oder Bennet (vier Mal) auch ein französischer und englischer Touch.

Mehr Jungs als Mädchen

Insgesamt beurkundete das Standesamt vergangenes Jahr 506 Geburten, davon 244 Mädchen und 262 Jungs. Davon sind 113 "echte" Lübbener, deren Mütter nicht nur in der Spreewaldstadt entbanden, sondern auch hier Zuhause sind. 63 Mädchen und 50 Jungen mehr zählt damit die Stadt mit ihren Ortsteilen. Viele weitere Babys wohnen nun in der Region bis hin zu Cottbus. Doch so mancher kleiner Hansestädter, Berliner oder anderswo Wohnender erblickte ebenfalls in der Spreewaldklinik das Licht der Welt. Eine Hausgeburt gab es 2015 nicht. Zur Statistik zählen weiterhin sechs Zwillingsgeburten. Auch fünf Totgeburten mussten die Mitarbeiterinnen des Standesamtes Lübben beurkunden - für keine eine leichte Aufgabe, wie sie sagen.

Zu den Schattenseiten ihrer Arbeit gehört aber auch das Beurkunden von Sterbefällen. 354 wurden 2015 in Lübben gezählt, davon waren wiederum 200 Menschen, die in der Spreewaldstadt selbst ihre Augen für immer schlossen. Dies allerdings in Bezug zu den Geburtenzahlen zu setzen, ist so ganz einfach nicht. Denn darunter sind auch nicht wenige, die aus dem direkten Lübbener Umland stammen und in einem Senioren- oder Pflegeheim der Spreewaldstadt starben. Die Zahl der "rein Lübbener" Babys hingegen schließt das Umland nicht ein.

Auf und Ab

Nach wie vor beobachten Steffi Balke und ihre Kolleginnen Janine Kossatz und Monika Radigk, dass es eine Art Auf und Ab bei den Geburten und Sterbefällen gibt. Taten im ersten Quartal deutlich mehr Mädchen ihren ersten Schrei, waren es im zweiten mehr Jungs, die das Licht der Welt erblickten, im dritten wieder mehr Mädchen, ehe im vierten die Jungen nachzogen.

Und auch die traurigen Beurkundungen scheinen den Jahreszeiten zu folgen. Auch wenn es im Sommer sehr heiß wird, halten sich die Sterbefälle in Grenzen, beobachtet Steffi Balke. Ihre Zahl steigt hingegen im November an und zieht sich bis zum Ausgang des Winters hin.