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| 01:05 Uhr

Malerische Lanzarote-Eindrücke

Schönwalde.. „Vulkanisch“ heißt die Ausstellung, die am Dienstagnachmittag im Verwaltungsgebäude des Amtes Unterspreewald eröffnet wurde. Zu sehen sind Bilder in Öl- und Pastellkreide der Autodidaktin Sabine Fiedler aus Staakow-Staakmühle. Foto: Krino Müller


Wenn die Menschen Urlaub machen, dann haben sie einen Fotoapparat in der Tasche, um ihre Eindrücke vom Urlaubsland präzise einzufangen. Neben der Familie sind es die (exotischen) Landschaften, die in Alben der Erinnerungen abgelegt und oft nur noch selten wieder angesehen werden.
Sabine Fiedler, die sich erst 2000 so richtig der Malerei verschrieben hat und seitdem vor allem lernt, auf der Suche nach dem eigenen Stil, hat ihre Eindrücke vom Januar-Urlaub auf Lanzarote in einer Serie eindrucksvoller gemalter Bilder festgehalten. Die unterscheiden sich von den Fotos schon dadurch, dass sich Sabine Fiedler nicht „sklavisch“ an Vorgaben hält. „Es sind keine äußeren, es sind innere Bilder“ , sagt sie selbst über ihre Arbeiten. Es seien „reflektierte Eindrücke und Erlebnisse“ . Nur in wenigen Ausnahmen gab es Vorlagen, an die sie sich aber nur inhaltlich hielt.
Durchgängig ist bei dieser Serie, die voraussichtlich bis September auf den Fluren der Amtsverwaltung das Warten verkürzen kann, dass Sabine Fiedler Öl- und Pastellkreide verwendet hat. Festgelegt auf ein bestimmtes Material habe sie sich noch nicht. Aquarellfarbe, Kohle und Bleistift habe sie ebenfalls schon eingesetzt, erklärte sie den Besuchern der Ausstellungseröffnung. Festgelegt hat sie sich auch nicht auf Themen. Sind es in dieser Ausstellung Landschaften, auf denen auch hin und wieder Menschen zu sehen sind, befasst sie sich in anderen Phasen mit Stillleben, Aktbildern und weiteren Themen. Dass es diesmal Landschaften waren, „ist zufällig so gewesen“ . Die Farben der Insel hätten sie beeindruckt. In ihren Bildern hat sie diese Eindrücke verstärkt und durch das Weglassen von allzu viel Details auch die Wirkung der Landschaft auf den Be trachter noch intensiver werden lassen. Hinzu komme, ergänzt Sabine Fiedler, dass die Eindrücke besonders stark gewesen seien, weil sie im Januar aus dem deutschen Spreewald-Winter in den Frühling auf Lanzarote gekommen sei.
Sehr schön kommen vor allem die Erdfarben heraus, die des Lavagesteins in allen Schattierungen. Einige dieser Steine hatte sie zur Ausstellungseröffnung mitgebracht und übertrug beim Zeigen der Steine ihre Faszination dafür auf die Ausstellungsbesucher. Eine gestand ihr, mehrere Kilo von Lanzarote inzwischen mitgebracht zu haben.
In den einleitenden Worten hatte Kämmerin Ingeborg Freigang betont, dass Ausstellungseröffnungen nicht zum alltäglichen Geschäft einer Amtsverwaltung gehörten, sich diese aber sehr für Kunst engagiere. „Es steht der Verwaltung gut zu Gesicht, sich mit zeitgenössischer Kunst zu beschäftigen.“ Auch sehe sich die Verwaltung in der Verpflichtung, junge Künstler und junge Kunst zu fördern, indem sie Kunst zugänglich mache. Ihre Hoffnung: Kreatives Denken der Künstler lasse sich auf Verwaltungsdenken übertragen. Besonders hob Ingeborg Freigang hervor, dass mit Sabine Fiedler eine Staakowerin die Ausstellung gestalte. (km)