ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:50 Uhr

Mahnung und Gedenken in Straupitz

Pfarrer Christoph Hanke hielt im Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag in der Straupitzer Kirche die Predigt.
Pfarrer Christoph Hanke hielt im Gedenkgottesdienst zum Volkstrauertag in der Straupitzer Kirche die Predigt. FOTO: J. Harnath/jhh1
Straupitz. Die Kirchengemeinde und die Gemeinde Straupitz haben gemeinsam am Volkstrauertag zu einem Gedenkgottesdienst in die Schinkelkirche eingeladen. Zahlreiche Straupitzer waren der Einladung gefolgt. jhh1

Zu Beginn seiner Predigt wies Pfarrer Christoph Hanke mit eindrucksvollen Worten darauf hin, was Krieg und Gewaltherrschaft bedeuten und dass Frieden nichts Selbstverständliches ist. Er betonte, dass das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und der vielen anderen kriegerischen Auseinandersetzungen in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.

Unterstützt wurde Pfarrer Hanke beim Gedenkgottesdienst durch den gemischten Männerchor Burg/Straupitz und den gemischten Posaunenchor Straupitz. Dem Gedenkgottesdienst folgte eine Feierstunde der Gemeinde Straupitz. In seiner Rede erinnerte Bürgermeister Winfried Rekitt mit bewegenden Worten daran, dass es auch in der heutigen Zeit vielerorts auf der Erde Hass und Gewalt gibt, sich Deutschland an zahlreichen Auslandsaktionen beteiligt, bei denen auch wieder Opfer zu beklagen sind. Deshalb seien Mahnung und Gedenken gerade gegenwärtig von großer Bedeutung.

Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung legten Pfarrer Hanke und Bürgermeister Rekitt gemeinsam einen Kranz an der bronzenen Gedenktafel in der Kirche nieder. Diese wurde 2008 in der Glockengießerei Lauchhammer hergestellt und gibt seitdem den Straupitzer Opfern des Zweiten Weltkriegs und der Stalinistischen Gewaltherrschaft wieder einen Namen.

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag, der auch im Spreewald würdig begangen wird. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem Ersten Advent begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfern von Gewaltherrschaften aller Nationen. In Nazideutschland als Heldengedenktag missbraucht, wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg im Westteil Deutschlands in alter Form wieder eingeführt. In der DDR beging man einen staatlich verordneten "Internationalen Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg".