Mit ihm ist das Leitbild der dezentralen Konzentration abgelöst worden durch das Leitbild „Stärken stärken“ . Das führe „automatisch dazu, schwächere Regionen weiter zu schwächen und wird die bereits bestehenden Differenzen weiter verschärfen“ , heißt es in der Begründung des Beschlusses, den die Märkisch Heider fassten. Sie folgten damit einem Antrag der Fraktion Pro Märkische Heide.
Würden nur der Berliner Speckgürtel und Zentren in Brandenburg gefördert, „hat das für ländliche Regionen negative Folgen“ , begründete Fraktionsvorsitzender Hardy Kutzscher der Antrag. Es bestehe die Gefahr, „dass wir immer weiter hinten runterfallen und ausdünnen“ .
Welche Folgen das Programm haben kann, verdeutlichte Wolfgang Boschan von der antragstellenden Fraktion anhand eines Beispiels aus Biebersdorf, als dieser Ortsteil noch eigenständige Gemeinde war: Die Abrundungssatzung, auf deren Grundlage Baurecht genehmigt wird, sollte im Sinne der Einwohner geändert werden. „Bei der Landesplanung in Cottbus sind wir dann mit diesem Ansinnen gescheitert, weil wir nach deren Meinung Flächen für Wohnbebauung zu großzügig angelegt hatten. Denn für eine extensive Entwicklung waren wir nicht vorgesehen.“
Er habe den Eindruck, so Klaus-Dieter Grocholeske (Pro Bürger), „dass schon alles entschieden ist.“ Auch Dieter Freihoff (SPD) glaubt nicht, „dass wir eine Umkehr im Denken der Landesregierung erreichen“ . Zynisch fügte er an: „Für Entwicklung sind wir beim Land nicht vorgesehen, nur für Windparks.“ (dh)