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| 12:29 Uhr

Kommunalpolitik
Märkische Heide diskutiert Hauptsatzung

Groß Leuthen. Die Gemeinde Märkische Heide will ihre Hauptsatzung und Geschäftsordnung ändern. Erste Vorschläge hat die Verwaltung schon gemacht. Jetzt sind die Gemeindevertreter gefragt. Von Andreas Staindl

Sie haben erste Ideen während der Gemeindevertretersitzung in dieser Woche geäußert und diskutiert.

Reinhard Schulz (CDU) will seine Hinweise als „Denkanstoß“ verstanden wissen. Er stört sich an dem Begriff „Gleichstellungsbeauftragte“. Ihm zufolge ist die Gleichstellung von Frau und Mann längst vollzogen. „Ich finde es deshalb fast schon diskriminierend, dass man Frauen so aufs Podest hebt“, sagt Reinhard Schulz. „Die Funktion einer Gleichstellungsbeauftragten gehört abgeschafft.“ Er setzt sich zudem dafür ein, Bürger über Inhalte von Sitzungen zu informieren: „Sie sollten auch Details erfahren, nicht nur die Ergebnisse der Beschlüsse.“ Und er wünscht sich mehr Sitzungen der Gemeindevertretung: „Wegen der wenigen Sitzungen waren die Tagesordnungen immer so voll, dass inhaltliche Debatten kaum möglich wurden. Wir brauchen aber mehr Zeit zum diskutieren.“

Dieter Freihoff (SPD) begrüßt den Wunsch, sich öffentlich mehr auszutauschen. Er wäre als Gemeindevertreter zudem gern auch über Sitzungen der Ortsbeiräte informiert, „um entscheiden zu können, ob jemand aus der Fraktion daran teilnimmt“. Die Verabschiedung der geänderten Hauptsatzung und Geschäftsordnung würde er dennoch erst nach der Sommerpause beschließen.

Bürgermeisterin Annett Lehmann (parteilos) sieht das genauso: „Wir sollten nichts übers Knie brechen, sondern das vorgelegte Papier in Ruhe diskutieren.“