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Tourismus
Historische Details am Wegesrand

Der Tourismusverein Lübben setzt die Zusammenarbeit mit dem Paul-Gerhardt-Gymnasium fort. Ziel des zwölften gemeinsamen Projekts, an dem Schüler der elften Klassen teilnehmen, ist die weitere Ausgestaltung des stadtnahen Rad- und Wanderwegenetzes. Der Weg nach Lehnigksberg wird ausgeschildert.
Der Tourismusverein Lübben setzt die Zusammenarbeit mit dem Paul-Gerhardt-Gymnasium fort. Ziel des zwölften gemeinsamen Projekts, an dem Schüler der elften Klassen teilnehmen, ist die weitere Ausgestaltung des stadtnahen Rad- und Wanderwegenetzes. Der Weg nach Lehnigksberg wird ausgeschildert. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Lübben. Schautafeln werden vorbereitet - Lübbener Touristiker kooperieren mit dem Gymnasium.  

Mit Ideenreichtum und im engen Miteinander will der Tourismusverein Lübben (Spreewald) und Umgebung das kommende Jahr angehen. „Es ist unser gemeinsames Anliegen, noch mehr zufriedene Tages- und Übernachtungsgäste in Lübben und dem Umland begrüßen zu können“, gibt Sylvia Lehmann, Vorsitzende des Tourismusvereins, den Vereinsmitgliedern mit auf den Weg ins neue Jahr.

Eines der Projekte, die in diesem Jahr begonnen wurden und im nächsten fortgesetzt werden, ist die Ausschilderung des beliebten Wanderwegs von der Berliner Chaussee nach Lehnigksberg, weiterführend bis zum Kletterwald. Mit diesem Vorhaben soll der Lückenschluss bei der Ausgestaltung des stadtnahen Rad- und Wanderwegs erfolgen. Es handelt sich um einen Abschnitt des Europawanderwegs. Die vorgesehene Wegstrecke trifft bei Lehnigksberg auf den Wanderweg über die Spree in Richtung Lübben-Ost. Tourismus und Landwirtschaft wurden auf den Tafeln thematisiert, die diesen Weg begleiten. Dieser Abschnitt war bereits 2003 durch ein Gemeinschaftsprojekt der Schule mit Schautafeln ausgestattet worden, wie Dieter Günzel, Ehrenvorsitzender des Tourismusvereins, informiert.

Noch vor dem Start in die Weihnachtsferien haben 14 Mädchen und Jungen, die die elften Klassen des Paul-Gerhardt-Gymnasiums Lübben besuchen, noch einmal kreativ an der aktuellen Aufgabe gearbeitet. Es werden diesmal sieben Tafeln gestaltet, die die Destination Spreewald vorstellen: den Platz der Stadt Lübben in der Region zeigen, die Struktur der Tourismuswirtschaft darstellen, Lübben als gastfreundlichen Erholungsort präsentieren, vielschichtige Angebote der Lübbener Tourismuswirtschaft aufführen, die Geschichte der einstigen Spreewaldbahn als historisches Detail am Wanderweg erzählen und die erfolgreiche Kooperation der Schule mit dem Verein aufgreifen. Schließlich wurde das Gymnasium im Jahr 2014 vom Verein mit der Medaille „Verdienter Touristiker“ geehrt.

„Die Texte für die Tafeln sind fertig, diesmal wollen wir die Überschriften diskutieren. Dann folgt die Gestaltung des Layouts“, erklärt Dieter Günzel. Gemeinsam mit Lehrer Detlef Brose haben beide das Projekt konzipiert und begleiten die Umsetzung. Tobias interessiert sich als Lübbener für das touristische Geschehen in seiner Heimatstadt und gestaltet die Tafel zur „Bimmelguste“ mit, wie die Spreewald-Bahn gern genannt wird. Was andere Schüler erzählten, die in den vergangenen Jahren bei einem der Projekte dabei waren, habe ihn interessiert und so kommt er nach dem Unterricht gern in die Touristiker-Gruppe. „Man lernt bei diesem Projekt auch, vor anderen zu sprechen“, ergänzt Jakob. Das müssen die Schüler bei der Präsentation beispielsweise beim Tourismusverein beweisen. „Es ist schon etwas anderes, mal nicht vor Mitschülern zu sprechen“, stellt Ilka fest.

Und auch die Stadt Lübben profitiert von diesen Projekten, wie Lehrer Brose erklärt. Ende des Schuljahres soll es so weit sein, dann werden die Tafel stehen.