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| 16:34 Uhr

Investitionen in Höhe von 4,1 Millionen Euro
Lübbener Umspannwerk rundum erneuert

Maik Sawitzki und Mitnetz-Mitarbeiterin Evelyn Zaruba vor einem der beiden gewaltigen neuen Transformatoren. Sie sind gemeinsam mit den Schalthäusern die Kernstücke des Lübbener Umspannwerkes, dessen Erneuerung für rund vier Millionen Euro nun abgeschlossen ist.
Maik Sawitzki und Mitnetz-Mitarbeiterin Evelyn Zaruba vor einem der beiden gewaltigen neuen Transformatoren. Sie sind gemeinsam mit den Schalthäusern die Kernstücke des Lübbener Umspannwerkes, dessen Erneuerung für rund vier Millionen Euro nun abgeschlossen ist. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Mitnetz schließt hochkomplexe Bauarbeiten nach gut zweieinhalb Jahren ab.

4,1 Millionen Euro hat die Mitnetz Strom in den Umbau des Lübbener Umspannwerkes investiert. Er war notwendig geworden, weil die Menge an Energie, die es verarbeiten muss, enorm zugenommen hat - besonders durch die Windräder.

Die Erneuerung „war wahnsinnig komplex und herausfordernd“, sagt Maik Sawitzki, der Leiter Hochspannung in der Netzregion Brandenburg, der das Projekt verantwortet. Ein „völlig neues“ Umspannwerk „auf der grünen Wiese“ zu bauen, wäre dagegen einfach gewesen. Die Erneuerung bei laufendem Betrieb hingegen „war eine Nummer, die macht man nicht mal so nebenbei“, sagt Sawitzki. Drei wichtige Faktoren kamen zusammen. Erstens: Die Stromversorgung Lübbens musste zu jeder Zeit gesichert sein. Zweitens: Im Lübbener Umspannwerk wird Sawitzki zufolge Energie von einer „Vielzahl von Einspeisern“ verarbeitet. Drittens: Für eine längere Abschaltung hätte es „wenig Verständnis“ gegeben.

Die neuen Schaltanlagen wurden im Zuge der Bauarbeiten am Lübbener Umspannwerk errichtet.
Die neuen Schaltanlagen wurden im Zuge der Bauarbeiten am Lübbener Umspannwerk errichtet. FOTO: LR / Ingvil Schirling

Dass zwei Großtransformatoren ausgetauscht, die Hochspannungs-Schaltanlage erneuert, ein neues Betriebsgebäude mit Mittelspannungsschaltanlage errichtet und ein altes abgerissen wurde, ohne einen Aus- oder gar Unfall, wie Maik Sawitzki sagt, mache ihn „schon richtig stolz“. Es war ein Bau unter Einhaltung hoher Sicherheitsabstände und -vorkehrungen wegen der Gefahr durch die leitenden Teile.

Für insgesamt 4,1 Millionen Euro wurden im Laufe von gut zwei Jahren vor allem die Kernstücke des Umspannwerkes ausgetauscht. Zwei neue Transformatoren mit einem reinen Transportgewicht von jeweils 77 Tonnen wurden in Regensburg geordert und in den Spreewald transportiert. An ihrem neuen Zuhause wurden sie mit Öl und anderen notwendigen Materialien befüllt und erreichen somit ein Gesamtgewicht in Höhe von 80 Tonnen.

Ihre Vorgänger wurden aufgearbeitet, geprüft und tun nun an anderen Stellen ihren Dienst.

Die Leistung der neuen Transformatoren ist maßgeblich erhöht von zweimal 31,5 MVA auf jetzt 40 bis maximal 52 MVA, wie die Maßeinheit heißt. Ihre Aufgabe ist es, die Energie, die eine wachsende Zahl von Windrädern in der Region einspeist, aufzunehmen und zu verarbeiten. Mitnetz-Angaben zufolge stieg die Zahl der Windkraftanlagen in ihrem Netzgebiet in Dahme-Spreewald um 3,5 Prozent auf 1026 (2016 waren es noch 991), in Oberspreewald-Lausitz um 6,8 Prozent von 1422 vor zwei Jahren auf aktuell 1519.

Mit der abgeschlossenen Großinvestition am Lübbener Umspannwerk ist die Arbeit der Mitnetz in der Region allerdings längst nicht zu Ende. Seit einiger Zeit betreibt sie in der Spreewaldstadt daher eine Nebenstelle, von der aus die Mitarbeiter mit kurzen Wegen leichter agieren können. Beispielsweise wird die Mittelspannungsleitung in Rietz-
neuendorf/Briesen-Brand verkabelt, also in die Erde verlegt. Drei Kompaktstationen werden in diesem Zuge neu gebaut, fünf Kilometer Kabel verlegt. Grund ist, dass das dortige Netz verstärkt und optimiert werden soll, um den Strom des geplanten Solarparks einspeisen zu können. Die Arbeiten werden bis März 2019 voraussichtlich dauern und rund 590 000 Euro kosten.

Ebenfalls im Sommer soll die Freileitung in Dürrenhofe durch Erdkabel ersetzt werden. Auch dort werden drei Kompaktstationen neu gebaut. 8,4 Kilometer Kabel sollen verlegt werden. Grund ist der Anschluss neuer Kunden, weswegen der Netzausbau erforderlich werde, heißt es in einer Mitnetz-Mitteilung. Die Umsetzung soll von August bis April 2019 dauern und rund
520 000 Euro kosten. Die Aufträge gehen meist an regionale Firmen.