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Lübbener Schlossvorplatz feierlich eingeweiht

Lars Kolan und Ministerin Kathrin Schneider haben das obligatorische Band zerschnitten, das Jule (l.) und Hanna (r.) halten. Der neu gestaltete Schlossvorplatz in Lübben wurde am Freitagabend offiziell eingeweiht.
Lars Kolan und Ministerin Kathrin Schneider haben das obligatorische Band zerschnitten, das Jule (l.) und Hanna (r.) halten. Der neu gestaltete Schlossvorplatz in Lübben wurde am Freitagabend offiziell eingeweiht. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Der neu gestaltete Schlossvorplatz in Lübben ist am Freitagabend feierlich eingeweiht worden. Zahlreiche Gäste waren dabei. asd1

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) und Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) haben das obligatorische Band gemeinsam durchschnitten. Jule und Hanna assistierten ihnen. Die beiden Mädchen aus Lübben durften das rote Band halten. Ute Dybski, Organisationschefin der Veranstaltung, hatte den Nachwuchs kurzerhand aus dem Publikum heraus engagiert. Zur Erinnerung durften die beiden Kinder ein Stück des Bands behalten. Um den feierlichen Akt der Einweihung auch akustisch deutlich zu machen, bestellte Lars Kolan extra einen Tusch. Das Orchester "grenzenlos" erfüllte ihm diesen Wunsch. Es sorgte ohnehin für die musikalische Begleitung der Veranstaltung, gemeinsam mit der Saxofonistin Tina Tandler - eine der bekanntesten Musikerinnen Berlins.

Mit dem neu gestalteten Schlossvorplatz ist Lübben wieder ein Stück attraktiver geworden. Das zentral gelegene Gelände am Schloss wurde deutlich aufgewertet. Zwischen dem Schlossensemble und der Innenstadt gibt es jetzt eine barrierefreie Verbindung. Historische Sichtachsen sind wieder erkennbar. Rund 800 000 Euro wurden in die Neugestaltung investiert, wie Lars Kolan sagt. Manches ist gut sichtbar wie etwa die überdimensionalen roten Blumenkübel, die Bepflanzung, das Pflaster, die Beleuchtung inklusive der Strahler und die Sitzmöglichkeiten, anderes wurde im Erdreich verbaut. Das Projekt wurde aus dem Bund-Länder-Programm "Aktives Stadtzentrum" gefördert. Für Kathrin Schneider ein Programm mit positiven Folgen. "Dank der umfangreichen Fördermittel aus der Städtebauförderung und dem Engagement der Menschen vor Ort hat sich Lübben prima entwickelt", sagt die Ministerin. "Der neu gestaltete Schlossvorplatz rundet die positive Entwicklung in der Kreisstadt ab." Rund 25 Millionen Euro sind ihr zufolge seit Anfang der 1990er Jahre über die Städtebauförderung in die Spreewaldstadt geflossen. Das habe Lübben zu einem "attraktiven Wohnort und einer Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität" gemacht.

Und es wird weiter gebaut. Um vom Schlossvorplatz sicherer in die Innenstadt und umgekehrt zu gelangen, soll eine Querungshilfe auf dem Ernst-von-Houwald-Damm errichtet werden. Diese Maßnahme ist im Zuge der Sanierung der Straße 2018/19 geplant. Doch schon jetzt wird das "urbane Wohnzimmer" der Stadt, wie Bettina Brandt vom zuständigen Sanierungsträger DSK (Deutsche Stadt-und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) den neu gestalteten Schlossvorplatz bezeichnet, rege genutzt. Die kleinen Sitzhocker, die Bank in Form eines Sofas und andere Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Die roten Töpfe sorgen für Aufmerksamkeit. Sie korrespondieren farblich mit dem Rot der Museumsbuchstaben, wie Lars Kolan erklärt. Die Gestaltung dieser Teilfläche vermittelt zudem einen Eindruck, wie eine Bebauung an dieser Stelle wirken könnte.