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| 14:15 Uhr

Lübben
Pläne für Lübbens Rettungswache

Eine Erweiterung ist angedacht und könnte bis 2021 realisiert werden. Zunächst soll die Machbarkeit geprüft werden. Von Ingvil Schirling

Es gibt einiges zu tun an den Rettungswachen in Dahme-Spreewald. Dietmar Licht, Amtsleiter für das Gebäude- und Immobilienmanagement in der Kreisverwaltung, hat kürzlich einen Überblick gegeben. Geplant ist unter anderem, die Rettungswache am Lübbener Krankenhaus zu erweitern, die von den Johannitern betrieben wird. Für die Rettungswache Leibsch soll ein Ersatzneubau entstehen.

Hintergrund sind neben den Einsätzen und entsprechenden Auslastungen der Wachen - auch andernorts im Landkreis - ebenso, dass es seit 2017 eine DIN-Norm gibt, wie solche Gebäude ausgestaltet sein sollten. Bisher habe es kein Regelwerk gegeben, so Licht. „Und siehe da: Die Räumlichkeiten sollen erheblich größer sein als bisherige Ansätze.“ Das heißt: Wo neu gebaut oder erweitert werden muss, gelten die neuen Normen. „Die Wachen werde heute 25 bis 30 Prozent größer als vor Jahren“, schätzt der Amtsleiter ein. Und das trifft den Landkreis an einigen Stellen.

Geplant sind Erweiterungen der Wachen in Lübben und Königs Wusterhausen. Vier Ruheräume, drei Büros, ein Sauerstofflager, ein Aufenthalts- und ein Schleusenraum sind nach aktuellen Vorstellungen für die Lübbener Wache vorgesehen. Wie das konkret aussehen soll, ist allerdings noch völlig unklar. In Vorbereitung sei eine Machbarkeitsstudie für die bauliche Erweiterung, sagte Dietmar Licht vor Abgeordneten. Das Projekt könnte dann - die Zustimmung des Kreistags vorausgesetzt - aus dem Haushalt 2019/20 finanziert werden. „2021, wenn der Kreistag es freigibt, werden wir es realisiert haben können“, so Licht weiter. Die Anforderungen seien allerdings begründet.

Die Investitionen, die der Landkreis vorfinanziert, werden letztlich über jährlich neu geregelte Schlüssel von den Krankenkassen übernommen.

Notwendig sei auch ein Neubau in Leibsch, so Dietmar Licht weiter. Es soll ein Ersatzneubau werden. Die bisherigen Räume sollen dann nicht mehr genutzt werden. „Sie sind auch nicht sehr geeignet“, schätzt der Amtsleiter ein. Dort soll eine Rettungswache für ein bis zwei Fahrzeuge entstehen. Die Planung sei beauftragt. Ein Neubau ist zudem für die Rettungswache in Bindow (Heidesee, östlich von Königs Wusterhausen) angedacht. Diese Vorhaben sind mit den jeweiligen Nachbarlandkreisen abgestimmt, hieß es auf Nachfrage.

Das Thema Rettungswachen beschäftigt den Landkreis immer wieder. Einer der zentralen Punkte ist die Einhaltung der Rettungsfrist von 15 Minuten. Eine Studie hatte ergeben, dass dies im Landkreis nicht überall gegeben ist. Daraufhin wurden die Rettungswachen auf den Prüfstand gestellt.

Dass sich die Planungen hinzogen, sei dem geschuldet, „dass wir als Amt etwas zu optimistisch waren, was die Grundstücke anbetrifft“, so Dietmar Licht. Kürzlich hatte es im Kreistag Nachfragen gegeben, ob dies an möglicherweise mangelndem Personal in der Verwaltung liege, was Dezernent Chris Halecker (Die Linke) verneint hatte. Amtsleiter Licht lieferte nun vor den Abgeordneten des Kreisbauausschusses eine Reihe von Beispielen, wie ursprüngliche Grundstückspläne gescheitert waren: Mancherorts müsste erst ein B-Plan erstellt werden, andernorts räumten Nachbarn notwendige Rechte nicht ein. Hin und Her ging es beispielsweise mit der Erweiterung der Rettungswache in Schulzendorf, die an Ort und Stelle aber nicht möglich war. Daher entschied sich der Landkreis für einen Neubau – und ist nach wie vor auf Grundstückssuche.

Ein Projekt scheint auf der Zielgeraden zu sein, und das ausgerechnet am Flughafen BER. Dort musste der Landkreis ebenfalls eine Rettungswache bauen. Um das Grundstück gab es ein langes Tauziehen. Im Februar wurde der Rohbau wieder aufgenommen. Bis zum Jahresende soll die neue Wache fertig werden.