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Lübbener Mieterin der Brandwohnung zieht in eine Gästeunterkunft

Brandspuren in der Lübbener Fontanestraße.
Brandspuren in der Lübbener Fontanestraße. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Nach dem Wohnungsbrand in der Lübbener Theodor-Fontane-Straße in der Silvesternacht kann die Mieterin der betroffenen Wohnung wieder das Krankenhaus verlassen. "Wir haben sie besucht und die Entlassung sollte am Montag erfolgen", sagt Jürgen Busch, Vorstandsmitglied der Genossenschaftlichen Wohngemeinschaft Lübben (GWG). I. Hoberg

Gleiches gelte für die anderen Bewohner des Hauses, die mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden waren.

Die 72-jährige Frau, deren Wohnung durch das Feuer unbewohnbar geworden ist, wird in einer Gästewohnung der GWG untergebracht. "Wir haben eine Kooperation mit der Volkssolidarität, sodass die Frau, die keine Angehörigen hat, Ansprechpartner bekommt", sagt Busch. Nach Abschluss der Untersuchungen zur Brandursache und der Freigabe der Wohnung wollen Mitarbeiter der GWG am Dienstag gemeinsam mit der Mieterin vor Ort schauen, ob noch Gegenstände verwertbar sind. Als Erstes sei eine Fachfirma beauftragt worden, den Treppenaufgang vom Ruß zu reinigen, so Busch. Auch erste Reparaturen in einer darüberliegenden Wohnung sind veranlasst worden. "Die Versicherung ist informiert und nimmt die Sachschäden auf. Danach beginnen die Reparaturen und Instandsetzungen", erklärt er und ist froh, dass keine weiteren Personen zu Schaden gekommen sind. "Natürlich standen die Hausbewohner in der Silvesternacht unter Schock, doch sie helfen sich gegenseitig. Es gibt in diesem Wohnblock eine gute Hausgemeinschaft", stellt der GWG-Chef fest. Sein Dank gilt der Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehren, die laut Leitstelle Lausitz mit 42 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften vor Ort waren und Schlimmeres verhinderten. Von Lübben bis Luckau, Königs Wusterhausen bis Vetschau waren die Wehren zu diesem Einsatz zum Jahreswechsel gerufen worden.

Auch beim Schuppenbrand in Schlepzig waren in der Silvesternacht 50 Kräfte mit zehn Fahrzeugen zum Löschen des Brandes vor Ort.

Zum Thema:
Neujahr gingen in der Leitstelle Lausitz von 0 bis 1 Uhr 182 Notrufe wegen Verletzungen und Stürzen ein, dazu kamen weitere 75 Anrufe, danach gingen die Meldungen wieder zurück.Auch der erste Arbeitstag im neuen Jahr forderte die Mitarbeiter. Bis gegen 14 Uhr waren schon 178 Einsätze im gesamten Bereich Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Cottbus zu bearbeiten.