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Lübbener Kahnfährfrau profitiert vom Lotsendienst

Lübben. Für den Lotsendienst im Dahme-Spreewald-Kreis stehen bis zum Jahr 2017 etwa eine halbe Million Euro zur Verfügung. Das teilt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) mit. jag

Die WFG ist auch in der aktuellen Förderphase Träger dieses Angebotes im Landkreis. Mit dem Lotsendienst sollen Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen gefördert werden. Finanziert wird er vom Land Brandenburg und der Europäischen Union.

Aus Lübben profitiert zum Beispiel Jacqueline Fischer von dem Programm. Die 36-jährige Kahnfährfrau ist eine von mehr als 1000 Existenzgründern, die die Wirtschaftsförderungsgesellschaft seit 2001 auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet hat. "Die gute Vorbereitung und professionelle Betreuung durch den Lotsendienst war ein wichtiger Grundstein für die erfolgreiche Umsetzung meiner Gründungsidee", sagt die Lübbenerin. Seit zwei Jahren bietet sie als eine der wenigen Kahnfährfrauen in der Region in traditioneller Tracht gemeinsam mit einer Kollegin individuelle Touren in den Spreewald an.

Nach einem ersten persönlichen Gespräch werden in einem viertägigen Entscheidungstraining die persönlichen Voraussetzungen der Gründungswilligen geprüft sowie die Realisierbarkeit der vorhandenen Gründungsideen analysiert, erklärt Marion Schirmer, Projektleiterin Existenzgründung bei der WFG. In der anschließenden Vorbereitungsphase werden den Teilnehmern erfahrene Berater und Trainer an die Seite gestellt.

Die WFG betreut nach eigenen Angaben rund 300 Gründungswillige pro Jahr. "Dabei werden rund 50 nachhaltige Gründungen mit durchschnittlich 1,5 neuen Arbeitsplätzen jährlich realisiert", so WFG-Geschäftsführer Gerhard Janßen. Von den Gründungen seien nach fünf Jahren noch rund 70 Prozent aktiv.