| 02:45 Uhr

Lübbener Jugendfeuerwehr feiert Silberhochzeit

Gäste unterstützen Mitglieder der Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt bei der Übung für die Erste Hilfe.
Gäste unterstützen Mitglieder der Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt bei der Übung für die Erste Hilfe. FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Seit 25 Jahren wird der Nachwuchs für die Wehr der Kreisstadt ausgebildet. Ohne engagierte Jugendwarte geht es auch in Zukunft nicht. Andreas Staindl

Die Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt gibt es seit 25 Jahren. Am Samstag hat sie Silberhochzeit gefeiert. Neben zahlreichen Feuerwehrleuten waren auch Politiker und Verwaltungsmitarbeiter zu diesem Fest eingeladen. Der Nachwuchs jedoch stand im Mittelpunkt.

15 Mädchen und Jungen engagieren sich derzeit in der Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt statt. Die Gruppe wird von Marko Neuhoff geleitet. Der Jugendwart blickte am Samstag zurück. Ihm zufolge fand am 10. März 1992 der erste Jugendfeuerwehrdienst statt. "Plötzlich standen 43 Kinder auf unseren Hof", berichtet Ortswehrführer Hagen Mooser. "Mit einer so großen Resonanz hatten wir nicht gerechnet."

Die Freiwillige Feuerwehr Lübben/Stadt hatte mit Plakaten in Schulen geworben. 25 Jahre später ist Hagen Mooser "stolz darauf, dass zahlreiche Kinder von einst heute gestandene Mitglieder unseres Löschzugs sind und Verantwortung übernehmen". Eine ähnliche Entwicklung wünscht er sich auch von den heutigen Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr: "Wir brauchen junge Leute in unserer Ortswehr." Ohne engagierte Jugendwarte geht es nicht. Thomas Kirsten war der erste Jugendwart der Wehr in Lübben/Stadt. Er gab den Staffelstab an Werner Krecker weiter, der von Margitta Richter unterstützt wurde. Als die Jugendfeuerwehr 1994 in zwei Gruppen geteilt wurde, übernahm Winfried Müller die Gruppe der 14- bis 17-Jährigen. "Er verstand es, die Jugendlichen zu motivieren und auf ihren zukünftigen Dienst in der aktiven Wehr vorzubereiten", sagt Marko Neuhoff.

Im Jahre 2000 wurde die Bambini-Gruppe gegründet. Anja Hartmann übernahm die Leitung. Thomas Dahlitz leitete jetzt die große Gruppe. Er war es laut Marko Neuhoff auch, der die erste Brandschutzerziehung in den Kitas der Stadt durchführte. 2004 übernahm Knut Bönigk die Brandschutzerziehung. Anja Hartmann war zwischen 2005 und 2011 die Jugendwartin in Lübben/Stadt. Seit fünf Jahren steht Marko Neuhoff an der Spitze. Henrik Zeisig engagiert sich in der Brandschutzerziehung. "Dank an die Ausbilder, die sich um den Feuerwehrnachwuchs kümmern", sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Henry Strasen. Mathias Liebe vom Kreisfeuerwehrverband schlägt in die gleiche Kerbe: "Ohne die engagierten Jugendwarte wären die vergangenen 25 Jahre nicht möglich gewesen." Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann (SPD) hält es "für wichtig, dass Kinder frühzeitig für die Feuerwehr und den Brandschutz begeistert werden." Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) freut sich, "dass so viele Mädchen in der Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt mitmachen. Die Feuerwehr insgesamt leistet sehr viel für die Erziehung der Kinder und Jugendlichen." Lübbens stellvertretende Bürgermeisterin Grit Britze wünscht sich, "dass die Mitglieder der Jugendfeuerwehr anderen Kindern davon berichten, wie spannend, aber auch nützlich ein Engagement dort ist".

Was der Feuerwehrnachwuchs schon kann, hat er während der Jubiläumsfeier an drei Stationen bewiesen. Gäste waren aufgefordert, die Mädchen und Jungen während der Ersten-Hilfe-Leistung zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam Feuerwehrknoten zu binden. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, gab es auch leckeren Kuchen. Dominik Neumann, Mitglied der Jugendwehr, hatte ihn gebacken und verziert, um ihn dann zu versteigern. Jana Schimke war der Kuchen 25 Euro wert. Das Geld kommt der Jugendfeuerwehr Lübben/Stadt zugute.

63 Mitglieder engagieren sich insgesamt in den Jugendwehren der Stadt Lübben, wie Jugendfeuerwehrwart Alexander Kunkel sagt. Bis auf Hartmannsdorf und Neuendorf werde Feuerwehrnachwuchs in allen anderen Orts- und Stadtteilen ausgebildet. "Ich bin froh darüber, denn das sichert die Zukunft unserer Feuerwehren", sagt Alexander Kunkel. Er selbst wurde am Samstag überrascht. Renatus Welzel, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, überreichte ihm für besondere Verdienste um die Entwicklung der Jugendfeuerwehr die Urkunde mit dem Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg in Silber. Am 29. April wird zum Tag der offenen Tür in die Feuerwache eingeladen.