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| 01:35 Uhr

Lübbener Gastwirt kauft Kino-Immobilie

Spreewald-Lichtspiele in Lübben
Spreewald-Lichtspiele in Lübben FOTO: Archiv
Lübben. Manfred Hahn ist der neue Eigentümer der Immobilie des Lübbener Kinos. Dies sagte Uwe Oehus, Mitarbeiter des Kino-Insolvenzverwalters Friedrich-Wilhelm Metzeler, im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Hahn ist Eigentümer der „Kinoklause“. Zudem teilte Theaterleiterin Liane Schultz mit, dass der letzte Vorhang für die Spreewald-Lichtspiele als Teil der Cinestar-Gruppe am Sonntag, dem 29. März, fallen wird. Von Michael Schulz

Laut Oehus sei der neue Besitzer zwar noch nicht im Grundbuch eingetragen. „Der Antrag auf Änderung liegt dem Amt jedoch längst vor“, sagte er. „Dies dauert halt seine Zeit.“ Der Grundbucheintrag sei eine reine Formalie, bei der „nichts mehr schiefgehen kann“, so Oehus weiter. Ob die Immobilie weiterhin als Kino betrieben werden soll oder ob es Pläne einer anderweitigen Nutzung gebe, dazu sagte Oehus nichts.

Der neue Besitzer der Immobilie Manfred Hahn weilt aktuell nicht in der Stadt und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) sagte bereits Anfang Januar zur RUNDSCHAU, dass der neue Besitzer „wohl eine Art Kino-Café plant“. Hierbei sollen die Leute nicht mehr klassisch in Sitzreihen Platz nehmen und auf eine Tribüne mit Leinwand blicken, „vielmehr sollen die Leute offenbar an Tischen sitzen und die Leinwand befindet sich mit ihnen auf einer Ebene“, so Bretterbauer damals weiter. Jedoch betonte Bretterbauer: „Wenn die Lübbener weiterhin ein Kino haben möchten, müssen sie es auch besuchen – egal wie es letztendlich aussieht.“

Dass das letzte Kino im Spreewald in diesen Tagen einen besonders großen Zulauf von Besuchern hat, die noch einmal in Lübben das Flair eines Filmtheaters erleben wollen, davon kann Theaterleiterin Liane Schultz nicht berichten: „Es kommen genau so viele Besucher wie sonst auch – also zu wenig.“

Ein besonderes Abschlussprogramm sei deswegen auch nicht geplant, wenn die Cinestar-Gruppe den Betrieb des Lübbener Kinos am Sonntag, dem 29. März, einstellen werde. „Die Mitarbeiter werden unter sich vom Kino Abschied nehmen“, sagte sie. Die letzte Vorführung gebühre wahrscheinlich Mario Barths Klamotte „Männersache“.

Für Schultz gehen damit nach eigener Aussage acht Jahre in Lübben zu Ende. Sie werde wie auch bereits bisher das Filmtheater in Wittenberg weiter leiten. Ebenfalls werde der Lübbener Filmvorführer bei der Cinestar-Gruppe angestellt bleiben: Laut Schultz wechselt er in gleicher Position nach Berlin. Für die anderen neun Mitarbeiter des Kinos gibt es jedoch keine weitere Beschäftigung.