Als Gesprächspartner werden unter anderem Knut Deutscher von der Handwerkskammer und Katrin Erb, bei der Industrie- und Handelskammer für den Fachbereich Standortpolitik zuständig, erwartet. Auch Vertreter des Tourismusvereins und des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft sind eingeladen, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Die bereits 1992 begonnene Diskussion darüber, welchen Beitrag ansässige Gewerbetreibende und Unternehmen zur Entwicklung und zum Erhalt der touristischen Infrastruktur leisten können, soll auch in Lübben in einer Satzung geregelt werden. Lübbenau und Burg erheben bereits seit Jahren einen Fremdenverkehrsbeitrag. Eine einheitliche Regelung in der Spreewaldregion war damals angestrebt worden, in Lübben führten die Diskussionen jedoch bisher zu keinem Ergebnis.

Im Finanzausschuss war zu Beginn des Jahres über die aktuelle Vorlage der Verwaltung kontrovers diskutiert worden. Ziel ist es, im ersten Halbjahr 2016 die Satzung zu beschließen, die dann zum 1. Januar 2017 eingeführt werden soll. Angesichts der immer knapper werdenden finanziellen Mittel hatte die Verwaltung das Thema im Rahmen der Haushaltsdebatte erneut zur Diskussion gestellt. Die Vorlage war am 8. Dezember 2015 im Finanzausschuss vorgestellt worden. Es folgte die erste Lesung am 17. Dezember in der Stadtverordnetenversammlung, eine weitere Diskussion am 12. Januar 2016 im Finanzausschuss. Zur zweiten Lesung im Stadtparlament kam es nicht, da der Bürgermeister als Verwaltungschef die Vorlage zurückgezogen hatte, um der öffentlichen Diskussion weiteren Raum zu geben.

Weitere Informationen und der von der Verwaltung erarbeitete Satzungsentwurf sind auf der Homepage der Stadt unter www.luebben-rathaus.de/daten/sitzungsdienst/vorlagen/2015_089.pdfzu finden.