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Lübbener Bürgermeister: "Fusion können wir uns nicht leisten"

Lübben. Das Thema Kreisgebietsreform beschäftigt heute die Lübbener Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktionen Wir von hier, Stadtfraktion und Linke sowie die CDU/Grüne bringen zwei Beschlussvorlagen zur Positionierung für den Erhalt des Kreisstadtstatus für Lübben und gegen eine Fusion mit Teltow-Fläming ein. red/ho

Bürgermeister Lars Kolan (SPD) erklärt, dass sich die Kommunen in LDS diese Zusammenlegung nicht leisten können. "Derzeit zahlen die Städte und Gemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald eine seit Jahren stabile Kreisumlage von 39,5 Prozent. Im Landkreis Teltow-Fläming zahlt man 46 Prozent. Die Erhöhung auf einen ähnlichen Satz nach der Fusion ist sehr wahrscheinlich." Werde davon ausgegangen, dass ein Prozent 146 000 Euro entspricht, so hätte das für Lübben zur Folge, dass alljährlich ein Finanzloch von fast einer Million Euro im städtischen Haushalt zu stopfen wäre. Dies ginge wohl zulasten freiwilliger Leistungen wie Bibliothek, Museum oder Marketing. Aber auch bei Aufwendungen zur Unterhaltung von Schulen und Kitas, Straßen, Wegen, Brücken, müssten dann Abstriche gemacht werden, so Kolan. Dies müsse verhindert werden.

Die Stadtverordnetenversammlung findet heute ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Lübbener Rathauses statt.