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Lübbener Betkreis begeht Jubiläum

Lübben.. Mit einem Festgottesdienst hat die Landeskirchliche Gemeinschaft Lübben am Wochenende gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Im Jahr 1906 hatten sich einige Lübbener Christen zu einem Hauskreis zusammengefunden, berichtete Prediger Hermann Kutzner, um zusätzlich zum Angebot der Evangelischen Kirche gemeinsam zu beten und in der Bibel zu lesen. So entstand die Gemeinschaft, die heute rund 50 Menschen in ihren Räumen in der Lübbener Lindenstraße sowie in Lübbenau, Vetschau und Luckau erreicht.
Präses Christoph Morgner, Vorsitzender des 300 000 Mitglieder zählenden Gnadauer Verbandes, des Dachverbandes der landeskirchlichen Gemeinschaften in Deutschland, ermunterte die Lübbener in einer Predigt, mit dem Beten nicht nachzulassen.
Für viele Christen sei es mit dem Gebet "so wie mit einem Wagenheber", sagte Morgner. Sie holten das Werkzeug nur aus dem Kofferraum, wenn sie nicht mehr weiter wüssten und beteten nur in einer Notlage, obwohl das regelmäßige Gebet eigentlich normal sein sollte.
Als "eine Art zweites Programm der Evangelischen Kirche" treffen sich die Christen sonntags zur Gemeinschaftsstunde, in der sie über biblische Texte diskutierten, sagte Kutzner. Außerdem würden Alte und Gebrechliche zu Hause besucht. Demnächst solle ein Nachhilfekreis für Schüler russlanddeutscher Herkunft beginnen. (bl/is)