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| 01:34 Uhr

Lübben wird einen Tag lang zur Radlerhochburg

Gute Fahrt! Zuschauer winken den Radlern zu. Mehr als 2000 Sportler sind am Samstag in Lübben gestartet. Die Veranstaltung mit Start und Ziel am Marktplatz zählte zu den Höhepunkten des 6. Rundschau-Spreewaldmarathons.
Gute Fahrt! Zuschauer winken den Radlern zu. Mehr als 2000 Sportler sind am Samstag in Lübben gestartet. Die Veranstaltung mit Start und Ziel am Marktplatz zählte zu den Höhepunkten des 6. Rundschau-Spreewaldmarathons. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. 2176 Radler und damit 800 mehr als im Vorjahr hat der Rundschau -Spreewaldmarathon am Samstag nach Lübben gelockt. „Meine Erwartungen wurden weit übertroffen“, sagte Georg Schaper, Leiter des Organisationsbüros der Radsportveranstaltung. „Ich hatte mit maximal 1500 Sportlern gerechnet.“ Von Andreas Staindl

936 Teilnehmer haben sich erst vor Ort angemeldet. „Ein dickes Lob an unsere zahlreiche Helfer“, sagt Schaper. „Sie haben die vielen Nachmeldungen sehr gut bewältigt.“ Auf jeder Strecke waren mehr als 300 Radler unterwegs, darunter etwa 50 Fahrer der mitorganisierenden Vereine „Steinkirchener Rad- und Volleyballverein 02“ sowie „Laufen und Radtouristik 92 Lübben“ . 511 Teilnehmer radelten 70 Kilometer rund um Lübben – auch Kerstin Fuhrmann und Wolf-Dieter Gentz. „Die Veranstaltung ist ideal, um den Spreewald noch besser kennen zu lernen“, sagten die Berliner. „Wir sind das zweite Mal dabei und auch auf die Gurkenmedaillen scharf.“ Das Paar war mit einem Tandem unterwegs. „So können wir uns besser unterhalten“, erklärte Kerstin Fuhrmann.
Sie und ihr Lebensgefährte verbrachten das gesamte Wochenende im Spreewald, übernachteten in Burg und beteiligten sich an drei verschiedenen Wettbewerben des Spreewaldmarathons: „Freitag paddeln, Samstag radeln und Sonntag laufen – was will man mehr?“
Andrea Rentsch und Birgit Grötsch hatten sich für die 110-Kilometer-Distanz entschieden. „Die 70 Kilometer sind wir schon im Vorjahr gefahren“, erzählten die Berlinerinnen. „Diesmal wollen wir noch etwas mehr vom Spreewald haben.“
Beide waren mit City-Bikes unterwegs: „Wir fahren langsam, die Veranstaltung ist schließlich kein Radrennen.“ Dabei sein wollten sie aber unbedingt: „Ich habe extra meinen Dienst im Krankenhaus getauscht“, erzählte Birgit Grötsch.
Auch Dagmar Schönheinz hatte eine Herausforderung zu lösen, um mitzuradeln. „Ich bin begeisterte Radsportlerin, aber auch Mutter. Also habe ich nach einem Kompromiss gesucht, um dabei zu sein.“ Die junge Dresdenerin war mit dem Rennrad auf der 42-Kilometer-Strecke unterwegs und hatte ihre Tochter in einem Spezialanhänger dabei. „Luise dürfte mit acht Monaten eine der jüngsten Teilnehmer des Spreewaldmarathons sein“, sagte sie.
Jens Reisemann war mit seiner Frau Kathrin und Tochter Rebecca aus Schmölln in Thüringen nach Lübben gekommen. „Wir tun etwas für unsere Fitness und bekommen dafür auch noch Anerkennungspreise – das ist doch super“, sagten sie. Während Mutter Kathrin an den Gurkenmedaillen interessiert war, freute sich Tochter Rebecca, „dass wir als Familie etwas gemeinsam unternehmen“. Papa Jens beteiligte sich am Sonntag noch am Zehn-Kilometer-Lauf.
Christoph Jurke und Wolfgang Hansch aus Dresden gehörten zu den älteren Teilnehmern des Spreewaldmarathons. „Die 110 Kilometer sind für uns kein Problem“, sagten die beiden 70-Jährigen, „wir trainieren regelmäßig.“ Während Jurke früher Radrennen gefahren sei, habe Hansch erst vor drei Jahren mit dem Radsport begonnen: „Ich habe Asthma und dank Ausdauersport die Krankheit jetzt gut im Griff“, erzählte er.
Als das Gros der Sportler längst rund um Lübben unterwegs war, starteten die jüngsten Teilnehmer. 30 Kinder drehten drei Runden um den Marktplatz in Lübben – angeführt von Georg Schaper. „Toll, dass auch eine Kinderstrecke angeboten wird“, sagte die Berlinerin Yvonne Steinert. „Wir suchen gezielt nach Veranstaltungen, bei denen die ganze Familie sportlich aktiv sein kann.“ Ihr Mann radelte am Samstag die 110 Kilometer, ihr Sohn Janes beim Kinderwettbewerb. Der Sechsjährige präsentierte seiner Mutter anschließend stolz die Gurkenmedaille.
Jürgen Höhn war von der gesamten Radsportveranstaltung inklusive buntem Treiben auf dem Marktplatz begeistert: „Weit mehr als 2000 Radler sind eine tolle Resonanz und eine prima Werbung für unsere Stadt“, so der Geschäftsführer der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) GmbH.