Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Verkehrsproblematik in der Stadt zunächst durch den Ausbau der Ortsdurchfahrt oder zuerst durch den Neubau einer Umgehungsstraße angegangen werden soll. Allerdings, so Dellmann, erwarte er dazu ein klares Votum der neuen Stadtverordneten nach der Wahl.

Wenn dies ebenso ausfalle, "planen wir volle Pulle weiter", so Dellmann, "und wir planen nur, wenn wir überzeugt sind, dass wir die Ortsumgehung auch bauen wollen". Es sei davon auszugehen, "dass es so kommt, wie es im Gespräch signalisiert worden ist". Es seien Vertreter aller Fraktionen mit dabei gewesen und man habe sich "sehr offen ausgetauscht".

Hintergrund ist, dass Pläne für den etappenweisen Ausbau der Ortsdurchfahrt vorliegen (die RUNDSCHAU berichtete). Aus ihnen geht hervor, dass sich die Bauarbeiten in Abschnitten über acht Jahre hinziehen würden. Umleitungsmöglichkeiten erscheinen demnach kompliziert oder, beispielsweise bei Arbeiten An der Kupka, als völlig unklar.

Auch wenn die Ortsumgehung Priorität habe, so Dellmann weiter, "bleiben Instandsetzungsarbeiten in der Ortsdurchfahrt bei uns". Nach dem Umfahrungsbau würden allerdings einige Abschnitte in die Baulast der Stadt übergehen, auf die damit Kosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zukämen. S. 16