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Lübben will nächste Brücke sanieren

Lübben. Die Brücke über die Spree am Lehnigksberger Weg in Lübben soll grundhaft saniert werden. Der Hauptausschuss hat jetzt die Planungsleistungen vergeben. Andreas Staindl

Nicht mehr sicher

Die Brücke ist laut Verwaltung in einem desolaten Zustand. Zwischentragwerk, Belagsbohlen und Geländer würden die verkehrssichere Nutzung der Brücke für den Rad-und Fußverkehr nicht mehr gewährleisten. Die Stadt Lübben plant deshalb die Sanierung. Das Stahltragwerk der ehemaligen Eisenbahnbrücke soll weiter genutzt werden.

Lübbens Bauamtsleiter Frank Neumann sieht akuten Handlungsbedarf. "Der Zustand der Brücke ist schon jetzt so schlecht, dass sie in absehbarer Zeit gesperrt werden müsste."

Dazu soll es nicht kommen, auch, weil das Bauwerk touristisch bedeutsam ist. Wenn in zwei Jahren der Radweg entlang der Fischteiche nach Schlepzig nicht mehr öffentlich nutzbar sei, werde die Brücke bei Lehnigksberg noch stärker frequentiert. Radler etwa würden dann von Lübben-Ost aus die Trasse über Lehnigksberg, Hartmannsdorf und den neuen Steg am Hartmannsdorfer Wehr nutzen, um nach Schlepzig und weiter in den Unterspreewald zu kommen.

Die Planungsleistungen für die Brücke über die Spree am Lehnigksberger Weg wurden an die Prokon Beratung und Bauplanung GmbH in Kolkwitz vergeben. Etwa 63 440 Euro stehen dafür zur Verfügung. 18 000 Euro waren schon im Haushalt des vergangenen Jahres eingestellt. 520 000 Euro sind in diesem Jahr für die Sanierung eingeplant.

Förderung wird beantragt

Wie Frank Neumann erklärt, sollen Fördermittel beantragt werden. Sollte keine Förderung möglich sein, "müssen wir schauen, ob wir das Projekt auch allein finanzieren können", sagt der Bauamtsleiter.

Die Brücke wurde Anfang der 1990er Jahre auf dem Stahlwerk der ehemaligen Eisenbahnbrücke der Kleinbahn errichtet.

Was Brücken betrifft, gehört zu den Vorhaben auch, das Bauwerk an der Wassergasse zu sanieren.