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| 16:02 Uhr

Widerstand wächst
Lübben verschiebt Erklärung zu Windrädern

Der Bau von Windräder in Nähe von Ortschaften erregt die Gemüter – nicht nur im Spreewald.
Der Bau von Windräder in Nähe von Ortschaften erregt die Gemüter – nicht nur im Spreewald. FOTO: dpa / Patrick Seeger
Lübben. Windräder sind ein Reizthema – auch in Lübben. Immer mehr und höhere Anlagen, nicht weit entfernt genug von Wohnbebauung erregen die Gmüter. Gebaut wird inzwischen auch im Wald. Und das alles hat Folgen für die Natur und den Menschen.

Der Widerstand gegen die modernen Windmühlen wächst. Landesweit machen sich vor allem Bürgerinitiativen für ein Umdenken beim Bau von Windrädern stark. Im Landkreis Barnim hat man das jetzt nach monatelanger Arbeit formuliert. Herausgekommen ist die „Bernauer Erklärung“. Ziel sei es nicht, die Energiewende zu stoppen. Doch es soll erreicht werden, dass der Bau von Windkraftanlagen unter anderen Bedingungen passiert. Wälder sollen komplett herausgenommen werden, um Tiere zu schützen und den Erholungsraum für Menschen zu erhalten.

Der Abstand zwischen Windrad und Wohnbebauung soll vergrößert werden – auf mindestens das Zehnfache der Höhe der Anlagen. Zudem werden „sinnvolle Stromtrassen“ gefordert. Aus der „Bernauer Erklärung“ ist inzwischen eine „Brandenburger Erklärung“ geworden. Alle Kommunen landesweit könnten sich positionieren.

Auch Lübben will sich beteiligen. Zumindest hatte die Stadtverwaltung das Thema kürzlich auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung gesetzt. Eine Entscheidung, ob sich die Kreisstadt an der „Brandenburger Erklärung“ beteiligt, gab es nicht. „Wir haben keine Eile, sondern können in Ruhe darüber in den zuständigen Ausschüssen beraten“, hatte der Bürgermeister Lars Kolan (SPD) eingangs gesagt. Vertreter von Fraktionen am Rathaustisch sahen das genauso.

(asd)