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| 18:01 Uhr

Städtepartnerschaft
Jubiläum für Partnerschaft

Polnische Stadtverordnete haben sich in Lübben Eigenbetreibe wie den  Baubetriebshof angeschaut.
Polnische Stadtverordnete haben sich in Lübben Eigenbetreibe wie den Baubetriebshof angeschaut. FOTO: Stadt Lübben / SDörte Ziemer
Lübben. Lübben und Wolsztyn feiern 25 Jahre Städtepartnerschaft

(red/abh) Mit einem Empfang im Wappensaal haben Lübbener und Wolsztyner kürzlich ihre 25-jährige Städtepartnerschaft gefeiert. Wie Stadtsprecherin Dörte Ziemer mitteilt, blickte Bürgermeister Lars Kolan im Beisein von Landrat Stephan Loge und weiteren Gästen aus der Partnerstadt Neunkirchen im Saarland und Mantes-la-ville in Frankreich weniger auf die vergangenen 25 Jahre zurück, als vielmehr auf die nächsten Jahrzehnte voraus.

„Am Anfang waren unsere Städtepartnerschaften von einem Wissens- und Erfahrungstransfer von West nach Ost geprägt, etwa beim Thema Verwaltungsorganisation oder Entsorgungswirtschaft. Heute spüren wir kaum noch Unterschiede zwischen unseren Städten“, sagte der Bürgermeister. So würden etwa die Themen Parkraumbewirtschaftung oder Straßenführung bei Baustellen in allen vier Städten ähnlich kontrovers diskutiert. Deshalb mache es Sinn, sich künftig stärker konkreten Sachthemen zu widmen und diese mit den Partnerstädten zu diskutieren.

Ein Anfang wurde mit den beiden Unternehmer- und Stadtverordnetenfahrten in Wolsztyn und Lübben gemacht. Standen am 12. und 13. April in Wolsztyn innovative Bio-Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe auf dem Programm, haben sich die polnischen Gäste am vergangenen Freitag die Eigenbetriebe der Stadt Lübben angeschaut. Für sie seien wichtige Impulse dabei gewesen, sagten die Wolsztyner Stadtverordneten. Sie hätten im Herbst Kommunalwahlen und seien dankbar für neue Ideen für ihre politische Arbeit.

Einige Impulse für die weitere Zusammenarbeit wurden bereits eingesammelt. Anlässlich der traditionellen Männer-Frauen-Begegnung des Städtepartnerschaftsvereins hatte die Stadtverwaltung zu einem Grillabend am Neuhaus eingeladen. Die Anwesenden aus vier Städten wurden um ihre Ideen für weitere Themen der Städtepartnerschaften gebeten. Umweltfreundlicher Tourismus und Nachhaltigkeit waren wichtige Stichworte. Außerdem wurden gemeinsame Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport vorgeschlagen.

Immer wieder wurde der Wunsch deutlich, sich näher zu kommen und Verständnis füreinander zu entwickeln – also etwas, was die Männer-Frauen-Begegnung seit vielen Jahren ausmacht. Dankbar äußerten sich deshalb die Vertreter der vier Kommunen dafür, dass sowohl vonseiten der Verwaltung als auch durch viele Freiwillige solche Begegnungen möglich sind. „Es sind die Kontakte der Bürger untereinander, die diese Beziehungen wirklich ausmachen“, stellte Landrat Stephan Loge fest. Er sei stolz, dass sich Lübben als Kreisstadt in den vergangenen Jahrzehnten die Ausstrahlung so eines freundlichen Gastgebers erarbeitet habe.

Als Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins betonte Hubertus Schulz, wie wichtig es sei, den europäischen Gedanken an die junge Generation weiterzugeben, „damit sich das europäische Haus weiter entwickeln kann“. Dass dies nicht so einfach sei, hätten alle Beteiligten am Wochenende intensiv diskutiert. Bürgermeister Lars Kolan kündigte an, die Anregungen dieses Wochenendes mit seinen Bürgermeister-Kollegen in den kommenden Wochen auszuwerten und in die Arbeitsprogramme für die nächsten Jahre aufzunehmen.

(abh)