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| 16:05 Uhr

Mehr Kontrollen gefordert
Lübben: Trotz Verbot rattern große Lkw über Houwald-Damm-Baustraße

Trotz Umleitung fahren viele Lkw über 7,5 Tonnen trotz Verbot über die Baustraße am Lübbener Houwald-Damm. Mehr Polizeikontrollen wünscht so mancher Stadtverordneter aus Lübben. Die Verkehrspolizei muss aber vier Landkreise plus Cottbus abdecken.
Trotz Umleitung fahren viele Lkw über 7,5 Tonnen trotz Verbot über die Baustraße am Lübbener Houwald-Damm. Mehr Polizeikontrollen wünscht so mancher Stadtverordneter aus Lübben. Die Verkehrspolizei muss aber vier Landkreise plus Cottbus abdecken. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Lkw ohne Genehmigung sind auf der Baustraße in Lübben nach wie vor ein Problem. Viele wünschen sich mehr Polizeipräsenz, andere "brechen eine Lanze" für die Beamten.

Die Verkehrssituation in Lübben wegen der Baumaßnahmen am Ernst-von-Houwald-Damm bleibt das bestimmende Thema in der Stadt. Hintergrund ist, dass die Baustraße am Houwald-Damm  von Lkw über 7,5 Tonnen (Lieferverkehr ausgenommen)  nur mit einer Sondergenehmigung befahren werden darf. Alle anderen Lkw müssen eine Umleitung über Märkische Heide und Unterspreewald nutzen.

Bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag äußerte der Stadtverordnete Benjamin Kaiser (CDU) den Eindruck,  dass es scheinbar kaum noch Kontrollen des Lkw-Verkehrs gebe. Als Folge gebe es einige Lkw, die die Baustraße trotz Verbot  befahren würden. Er forderte Bürgermeister Lars Kolan (SPD)  auf, an die Polizei heranzutreten, um mehr Verkehrskontrollen zu ermöglichen. Kolan wies darauf hin, dass die Polizei punktuell Kontrollen durchführe. „Personalmangel und das riesige Einsatzgebiet lassen auch hier logische Grenzen der Überwachung entstehen“, sagte er. Zudem könne eine permanente Überwachung auch gar nicht das Ziel sein, sondern nur eine punktuelle Kontrolle der Verkehrslage.

Die Lübbener Polizei wird für die Kontrolle von Tempo und Tonnage von Lkw durch den Verkehrsdienst der Polizeidirektion Süd unterstützt. In der Stadtverordnetenversammlung sagte Kolan, dass von der Sonderüberwachung des Verkehrsdienstes lediglich sieben Beamtinnen und Beamte für die gesamte Region Südbrandenburg zuständig seien. Die Zahl konnte von der Polizei jedoch nicht bestätigt werden. Der Bürgermeister war für die RUNDSCHAU am Freitag nicht für eine Nachfrage zu erreichen.

Ines Filohn, die Pressesprecherin der Polizeidirektion Süd, wies darauf hin, dass die Verkehrspolizei der Polizeidirektion Süd ein großes Einsatzgebiet abdecken müsse. Diese ist für die vier Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Elbe-Elster sowie die kreisfreie Stadt Cottbus zuständig. Deshalb könnten Kontrollen immer nur anlassbezogen durchgeführt werden, etwa wenn konkrete Hinweise vom Ordnungsamt, Straßenbauamt oder Bürgern eingehen. „Die Straßen werden temporär und zu Schwerpunktzeiten kontrolliert“, sagte sie.

Damit die Polizei aktiv werden kann, müssten Ordnungswidrigkeiten zugrunde liegen, die auch eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, erläuterte Filohn. Zusätzlich zum Verkehrsdienst der Polizeidirektion Süd führt auch die Polizei Lübben Kontrollen durch.

Dem Stadtverordnetem Wolfram Beck (Pro Lübben) war es bei der Stadtverordnetenversammlung wichtig, „eine Lanze für die Polizei zu brechen“. Er selbst habe es in Lübben schon mehrfach gesehen, dass Polizisten Lkw kontrollierten und auch am Einfahren in die Baustraße hinderten.

(Lisa Hellmann)