Weil es versäumt worden war, zum 31. Dezember 2014 einen Kaufvertrag mit dem Leasinggeber abzuschließen, ist der Stadt ein finanzieller Schaden von rund 75 000 Euro entstanden.

Der Schaden wurde der Versicherung angezeigt und sei von dieser auch anerkannt worden. Der genaue Gesamtschaden werde erst nach Ablauf der zweiten Mietperiode im Jahr 2022 feststehen, so Kolan. Die Versicherung habe die pauschale Einmalzahlung von 65 000 Euro vorgeschlagen. Es seien die Selbstbeteiligung von rund 500 Euro sowie mögliche Zinsgewinne aus der vorzeitigen Übernahme künftig entstehender Schäden berücksichtigt worden.

Sven Richter sprach sich im Finanzausschuss für die Regelung der Einmalzahlung aus. "Wir brauchen keine neue Berechnung. Die Versicherung hat ja bereits gegengerechnet", sagte er. In der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2015 war von Benjamin Kaiser (Fraktion CDU/Grüne) bemängelt worden, dass der Schaden lediglich von der Stadtverwaltung benannt worden war. Daraufhin hat Bürgermeister Kolan beim Rechnungsprüfungsamt des Landkreises und beim Amt Unterspreewald um Unterstützung gebeten. Er hofft nun, dass es aus dem Unterspreewald Amtshilfe gibt. "Wenn, dann wird die rechnerische Richtigkeit geprüft, nicht die Schadensberechnung", sagte er. Benjamin Kaiser, Vorsitzender des Finanzausschusses, sprach sich dafür aus, das Ergebnis des Rechnungsprüfungsamtes Unterspreewald abzuwarten. Die Ausschussmitglieder befürworteten mehrheitlich den Vorschlag des Bürgermeisters, die Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen. "Wenn kein Ergebnis vorliegt, nimmt die Verwaltung die Vorlage zurück", sagte er. Das Thema Schadensregulierung würde dann weiter Diskussionsstoff bleiben.