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| 16:51 Uhr

Wohnungsbau
Familienleben statt Jägerkaserne

 Ein Wohn- und Geschäftshaus baut die Spreewaldbank an der Parkstraße. Anfang 2021 soll es fertig sein.
Ein Wohn- und Geschäftshaus baut die Spreewaldbank an der Parkstraße. Anfang 2021 soll es fertig sein. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Bau zweier Häuser komplettiert die Parksiedlung. Rückblick auf 20 Jahren Abriss und Neubau. Von Katrin Kunipatz

Die letzten beiden Grundsteine sind am Freitag in der Parksiedlung eingemauert worden. Doreen Hackenberg-Mathow und Sven Thamm, Vorstände der Spreewaldbank, übernahmen die Aufgabe. Unterstützung bekamen sie von Peter Schulze. Der Geschäftsführer der Baugesellschaft Grundstein ist zuversichtlich, bis zum Jahresende den Rohbau beenden zu können.

Zusätzlich zu den 32 Wohnungen entstehen in den Erdgeschossen beider Häuser Gewerberäume. Diese Planänderung habe man vorgenommen, nachdem es entsprechende Anfragen gab, erläutert Vorstand Sven Thamm. Es handle sich um Firmen aus den Bereichen Dienstleistung und Gesundheit. Wenn alles passt, der Winter nicht zu zeitig kommt oder zu lange dauert, könnten schon im Januar oder Februar 2021 die ersten Mieter einziehen, so Hackenberg-Mathow.

 Diese Aufnahme entstand Anfang der 90er-Jahre an der Ecke Waisen- und Bahnhofstraße.
Diese Aufnahme entstand Anfang der 90er-Jahre an der Ecke Waisen- und Bahnhofstraße. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Mehr 20 Jahre nach der ersten Idee wäre dann das Projekt Parksiedlung abgeschlossen. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) bezeichnet die Wiederbelebung des bis Anfang der 90er-Jahre ausschließlich militärisch genutzten Areals als Erfolgsgeschichte. Lübben übernahm im September 1993 die Verantwortung für das 4,2 Hektar große Grundstück zwischen Bergstraße, Waisenstraße, Hasensprung und Bahnhof. Ab 1999 wurden ein großer Teil der Gebäude und die umgebende Mauer abgerissen sowie Altlasten beseitigt. Neue Straßen entstanden.

 Um den erste Grundstein kümmert sich Doreen Hackenberg-Mathow. Ein wenig Hilfe gibt es von Peter Schulze.
Um den erste Grundstein kümmert sich Doreen Hackenberg-Mathow. Ein wenig Hilfe gibt es von Peter Schulze. FOTO: LR / Katrin Kunipatz

Die Grundstücke wurden als Bauland für Wohngebäude und Gewerbe erschlossen. Die Stadt entwickelte den Busbahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz und baute die Park & Ride-Anlage. Die Seniorenresidenz entstand. Aber erst nachdem 2007 der Bebauungsplan gelockert wurde und sich den Investoren mehr Spielraum bot, nahm die Entwicklung der Parksiedlung Fahrt auf. 2008 baute die Lübbener Wohnungsbaugesellschaft vier Würfelhäuser an die Ecke Berg- und Waisenstraße. Es folgten zwei Einkaufsmärkte und die Erweiterung der Seniorenresidenz. Der Arbeiters-Samariter-Bund errichtet in der Kasernenstraße zwei Gebäude für Kleinstwohngruppen mit innewohnender Erzieherin. Die Neuapostolische Kirche baut seit diesem Jahr ihr neues Gotteshaus. Es soll Anfang 2020 fertig sein. 2017 erwarb die Spreewaldbank das letzte freie Grundstück gegenüber dem Bahnhof und baut nun Wohnungen in Größen, die besonders bei Familien begehrt sind.

 Sven Thamm mauert die zweite Zeitkapsel ein. Im Hintergrund ist die Seniorenresidenz zu sehen.
Sven Thamm mauert die zweite Zeitkapsel ein. Im Hintergrund ist die Seniorenresidenz zu sehen. FOTO: LR / Katrin Kunipatz