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Lübben nimmt Abschied von Pfarrer Beier

Lübben. Fast bis auf den letzten Platz besetzt gewesen ist die Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben am späten Donnerstagnachmittag. Zahlreiche Lübbener haben Abschied von Pfarrer Olaf Beier genommen, der am 17. August völlig unerwartet gestorben ist. Ingvil Schirling

Viele Menschen aus dem Kirchenkreis, der Gemeinde, Gläubige, Freunde, Vertreter aus Politik und Gesellschaft kamen zur Trauerfeier. Die große Zahl und Vielfalt der Gäste zeigte, wie sehr der 54-Jährige in seinem Wirken seit 2001 in Lübben, zuvor in Groß Leuthen, die Herzen berührt hat - nicht nur die von Gläubigen.

Superintendent Thomas Köhler führte durch die Trauerfeier und fasste in Worte, was die Gäste bewegte: Dass wir "ertragen müssen, was wir nicht verstehen können", dass der "Tod mitten im Leben" geschehen ist. "Fassungslos sind wir, finden kaum Worte", gab er wieder, wie der frühe Tod des Pfarrers Thema war und ist. "Über allem steht die Frage nach dem Warum. Wir alle hätten Olaf Beier doch noch gebraucht."

Trauer und Trost teilten die Anwesenden mit Psalm 22 und Liedern wie "Befiehl du deine Wege" und "Von guten Mächten". Beigesetzt wird Olaf Beier im engen Familienkreis. Superintendent Köhler zitierte den beliebten Lübbener Pfarrer mit den Worten: "Jetzt ist es so. Also ist es so", ließ aber keinen Zweifel daran: "Er fehlt uns jetzt schon und wird uns weiter fehlen."