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| 16:09 Uhr

Stadtradeln
Lehnigsberger Brücke bald frei

Die Brücke auf der ehemaligen Kleinbahntrasse über die Spree in Lübben, Lehnigksberger Weg, ist saniert worden und der Wander- und Radweg wird in den nächsten Tagen freigegeben. Die offizielle Einweihung erfolgt mit dem Start der Aktion „Stadtradeln“ am 1. Juni.
Die Brücke auf der ehemaligen Kleinbahntrasse über die Spree in Lübben, Lehnigksberger Weg, ist saniert worden und der Wander- und Radweg wird in den nächsten Tagen freigegeben. Die offizielle Einweihung erfolgt mit dem Start der Aktion „Stadtradeln“ am 1. Juni. FOTO: LR / Ingrid Hoberg
Lübben. Zum „Stadtradeln“ am 1. Juni wird der bei Lübbenern und Touristen beliebte Weg eröffnet. Von Ingrid Hoberg

Was in diesem Jahr mit dem Ausflug zum Männertag vielleicht schon einen Radler-Höhepunkt erfahren hat, soll nun im Juni auf ganz anderer Ebene fortgesetzt werden. Möglichst viele Wege im Alltag mit dem Fahrrad zurücklegen - diesem Anspruch können sich Radler im Landkreis Dahme-Spreewald und in der Kreisstadt Lübben anschließen. Nach der Premiere 2017 beteiligt sich der Kreis diesmal in Zusammenarbeit mit der Stadt an der bundesweiten Aktion.

Der Auftakt wird am Freitag, 1. Juni, mit einer gemeinsamen Radtour rund um Lübben gegeben. Treff ist um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Dort startet um 10.30 Uhr die etwa 15 Kilometer lange Tour, die über den Lehnigsberger Weg führen wird, wie Dörthe Ziemer von der Stadtverwaltung informiert. In diesen Tagen werden noch die restlichen Arbeiten ausgeführt - die offizielle Einweihung wird mit dem „Stadtradeln“ erfolgen.

Nach der Rückkehr können Teilnehmer ihr Fahrrad auf dem Lübbener Marktplatz kostenlos codieren lassen. Personalausweis und Eigentumsnachweis müssen dafür mitgebracht werden. Die Kreisverkehrswacht Dahme-Spreewald ist als Partner dafür gewonnen worden. Auch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes werden vor Ort sein und Tipps geben.

Der Landkreis Dahme-Spreewald und die Stadt Lübben befinden sich in diesem Jahr in guter Gesellschaft. Etwa 750 Kommunen in Deutschland sammeln im Sommerhalbjahr innerhalb von drei Wochen möglichst viele Fahrradkilometer, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Es soll ein Zeichen für die bessere Radförderung in der Kommune gesetzt werden – und der Spaß beim Fahrradfahren vermittelt werden. Kommunalpolitiker haben Gelegenheit, die Tücken des Radverkehr selbst zu erfahren, was es bedeutet, in der eigenen Stadt mit dem Rad unterwegs zu sein. Lübben hat bereits ein Radwegekonzept. Die darin festgelegten Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt, wie die Verwaltung mitteilt.

Diese Aktion passt auch ins Lübbener Klimaschutzkonzept, das die Senkung von Emissionen vorsieht. So wird der städtische Fuhrpark weiter auf E-Mobilität umgestellt und die Lade-Infrastruktur für E-Mobilität verbessert. Am Parkplatz Burglehn sind sechs Ladesäulen für E-Mobilität geplant, die erste wird bald in Betrieb gehen. Mitarbeiter sind mit einem Elektroauto unterwegs, ein zweites E-Bike gehört inzwischen zu den unverzichtbaren Mitteln, schnell kurze Wege in der Stadt zurückzulegen. „17 Tonnen Kohlendioxid sind durch die bisher verwendeten Elektroautos und E-Bikes der Stadtverwaltung eingespart worden“, stellte der Klimaschutzbeauftragte Dr. Matthias Städter in einer Bilanz für den Klimabeirat Anfang des Jahres 2018 fest.

Am Ende werden die fahrradaktivste Kommune und das fahrradaktivste Kommunalparlament gekürt. Anfang Mai hatten sich bereits über 40 000 Radfahrer bundesweit registriert, rund 6000 Radfahrer waren zu diesem Zeitpunkt aktiv, davon 135 Mitglieder von Kommunalparlamenten.

Das „Stadtradeln“ ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören.