ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:32 Uhr

Strategie Lübben 2030
Lübben hat eine Strategie bis 2030

In Lübben ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Mein Lübben 2030“ von den Abgeordneten beschlossen worden.
In Lübben ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Mein Lübben 2030“ von den Abgeordneten beschlossen worden. FOTO: Dörthe Ziemer / Stadtverwaltung Lübben
Lübben. Stadtverordnete haben das überarbeitete Konzept beschlossen, das als Planungsgrundlage gilt. Von Ingrid Hoberg

Die Notizl „Mutig voran!“ hat Katrin Heinz auf die letzte Seite der aktuellen Fassung „Mein Lübben 2030“ gepinnt. Sie hat für das Berliner Büro Ernst Basler und Partner die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) begleitet. Bürgermeister Lars Kolan (SPD) bedankte sich am Donnerstagabend bei Katrin Heinz zum Abschluss der Arbeiten mit einem Blumenstrauß. Die Stadtverordneten drückten ihre Anerkennung für die gemeinsam geleistete Arbeit am Ende der Diskussion mit einem eindeutigen Votum aus. Sie stimmten für die Beschlussvorlage bei einer Stimmenthaltung. Vorausgegangen war dem auch eine öffentliche Diskussion, an der sich Lübbener Bürger beteiligten.

Den letzten Schliff hat dem Konzept die Lenkungsgruppe in ihrer fünften Beratung am 9. Januar gegeben. Abgeordnete und sachkundige Einwohner, Mitarbeiter der Verwaltung und des Beratungsunternehmens hatten noch einmal gemeinsam daran gearbeitet, sodass die nun vorliegende Fassung Stellung nimmt zur aktuellen Landesentwicklungsplanung, zum Hinweis, dass die Nachbarkommune Luckau Mittelzentrum werden könnte. Auch auf die abgesagte Verwaltungsstrukturreforrn wurde reagiert. Und es gibt Anpassungen zum Stadtumbau, um in die dritte Auflage des Förderprogramms aufgenommen werden zu können. Aktualisiert wurde die Passage zum Stadtmarketing, es gibt einen Hinweis zur derzeitigen Ablehnung einer Tourismusabgabe durch die Stadtverordnetenversammlung.

Aufgenommen wurde die Anerkennung für eine Initiative im Rahmen des Brandenburgischen Baukulturpreises 2017 für die Gestaltung des westlichen Altstadtrandes. Im Kapitel 2.4 wird darauf hingewiesen, „dass die Ortsumfahrung keine wirkungsvolle Entlastung vom Quell- und Zielverkehr bewirkt“. Ergänzt wurde die Planung zur Ordnung des ruhenden Verkehrs am Bahnhof.

War das vorherige INSEK „Lübben 2020“ noch von einer schrumpfenden Stadt ausgegangen, werden nun in zwölf Jahren rund 15 000 Einwohner erwartet. Bestärkt fühlen sich die Lübbener auch durch die vom Verkehrsverbund Berlin Bandenburg (VBB) erarbeitet Prognose für den öffentlichen Personennahverkehr, die kürzlich in Lübben vorgestellt wurde und auf der gleichen Wellenlänge liegt.

Benjamin Kaiser (CDU/Grüne) begrüßte die Überarbeitung der Priorisierung. So ist der Ausbau der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule einschließlich Kita und Hort vorgerückt. „Das ist ein klarer Auftrag“, sagte er. Höchste Priorität hat weiterhin die Aktivierung von Flächenpotezial fürs Wohnen. Die Sanierung/der Neubau der Feuerwache Am kleinen Hain ist nun in die dritte Priorität eingeordnet worden. „Der Standort für die Feuerwehr ist sicher“, betonte der Bürgermeister.

„Dieses INSEK mit fast 200 Maßnahmen, die kein Dogma darstellen, macht mir viel Lust auf die Zukunft“, sagt Bürgermeister Kolan. Das Konzept bilde die Basis für sämtliche künftige Fördermittelaquisen und berücksichtige die positive Entwicklung der Spreewaldregion - und vor allem der Metropolenregion Berlin-Brandenburg. „Mit dem neuen Stadtentwicklungskonzept haben wir unsere Hausaufgaben erledigt und müssen nun noch den Flächennutzungsplan erneuern“, so Kolan. „Danach kann und wird es keine Ausreden mehr geben, warum der immensen Nachfrage nach der Marke ,Lübben - Mitten im Spreewald“ nicht ausreichend begegnet wird.

Dem Motto „Mutig voran!“ von Katrin Heinz werden dann hoffentlich viele Lübbener folgen.