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| 01:28 Uhr

Lübben hat 150 Minuten für Laga-Jury

In Sachen Bewerbung für die Landesgartenschau (Laga) für das Jahr 2013 hat sich in Lübben ein Auswahlgremium des Landes für den 28. April angekündigt. „Wir haben dann während eines zweieinhalbstündigen Termins die Möglichkeit, unser Konzept – auch vor Ort – zu erörtern“ , informierte Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) die Stadtverordnetenversammlung. Von Dörte Hellwig


 „Wer eine Landesgartenschau durchführen will, darf nicht arm sein. Das ist er danach.“
 Harry Müller, Bürgermeister von Luckau


In dem Gremium, das in Lübben Ende April erwartet wird, seien Brandenburger Ministerien, Städte- und Gemeindebund sowie der Verein zur Förderung von Landesgartenschauen vertreten. Es wolle sich vor allem über die inhaltlichen Eckpunkte der Lübbener Bewerbung informieren, über die Ziele der Stadt mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung der Kommune wie der Region und die Finanzierung. Die Landesregierung wolle zwar die Stadt, die den Zuschlag erhält, mit Fördermitteln unterstützen. Aber es müssten die Eigenmittel für Investitionen und die Durchführung der Schau nachgewiesen werden. Die finanzielle Leistungsfähigkeit sei ein „grundsätzliches Auswahlkriterium“ , zitierte Bretterbauer eine Pressemitteilung des Landes.
Diese Fähigkeit habe die Stadt bereits für die aktuelle Bewerbung gegenüber der Kommunalaufsicht des Landkreises nachweisen müssen, und der Landrat habe sie ihr in einer positiven Stellungnahme bescheinigt. Zum Thema Finanzierung habe sein Amtskollege Harry Müller aus Luckau - die Nachbarstadt lud zur ersten brandenburgischen Laga im Jahr 2000 ein - während eines Erfahrungsaustausches von Ausrichtern aus verschiedenen Bundesländern gesagt: „Wer eine Landesgartenschau durchführen will, darf nicht arm sein. Das ist er danach.“ Von dieser Veranstaltung sei das Signal an Brandenburgs Regierung gegangen, dass sie möglichst rasch in diesem Jahr entscheiden soll, wer den Zuschlag bekommt.
Wenn es nach dem Amt Unterspreewald ginge, würde ihn Lübben erhalten. Das Amt war im Zuge der Bewerbung von Lübben um eine Stellungnahme als Nachbar gebeten worden. In dieser vom Amtsausschuss bestätigten Positionierung heißt es, dass Lübbens Ansinnen, Ausrichter der fünften Laga Brandenburgs zu sein, „ausdrücklich begrüßt“ wird. Das Lübbener Konzept lasse erkennen, dass mit seiner Umsetzung der Tourismus auch in der Region um die Kreisstadt gestärkt werde. Es wird auf den beabsichtigen Ausbau der Schlossinsel, auf das wetterunabhängige Besucherinformationszentrum „Wasserreich Spree“ am Burglehn sowie die Schaffung neuer (Wasser-) Wanderwege verwiesen. Vorbereitung wie auch Durchführung der Laga würden den Bekanntheitsgrad Lübbens erhöhen, „was der umliegenden Region ebenfalls zugute kommt“ .

Info zum Thema Neun Bewerber
 Beworben haben sich um die Laga im Jahr 2013 neben Lübben die Nachbarstadt Lübbenau sowie Prenzlau, Fürstenwalde, Strausberg, Rüdersdorf, Beelitz, Forst und Spremberg. Wer den Zuschlag bekommt, das will das Land Ende dieses Jahres entscheiden. Nach Luckau, Rathenow und Eberswalde gibt es die vierte Schau im nächsten Jahr in Oranienburg.