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| 02:56 Uhr

Lübben erwartet das Wasser aus der Talsperre

Im Hafen 1 in Lübben konnte Kahnfährmann Harald Jentsch vom "Flotten Rudel" am gestrigen Montagnachmittag zu einer Fahrt starten. "Hier ist der Wasserstand zurzeit noch normal", sagte er.
Im Hafen 1 in Lübben konnte Kahnfährmann Harald Jentsch vom "Flotten Rudel" am gestrigen Montagnachmittag zu einer Fahrt starten. "Hier ist der Wasserstand zurzeit noch normal", sagte er. FOTO: ho
Lübben. Starke Regenfälle haben auch im Landkreis Dahme-Spreewald für hohe Wasserstände und den Anstieg der Fließgeschwindigkeit in den Gewässern gesorgt. Für den Abschnitt der Spree unterhalb Leibsch bis Schwielochsee ist die Hochwasseralarmstufe I und für die Dahme von Golßen bis Märkisch Buchholz die Stufe II durch das Hochwassermeldezentrum Cottbus ausgerufen worden. I. Hoberg

"Bei diesen Alarmstufen kommt es auf den betroffenen Gewässerabschnitten zu Ausuferungen. Das Gewässer ist randvoll gefüllt und tritt über die Ufer", erklärte Helge Albert von der Unteren Wasserbehörde. Die Talsperre Spremberg hat am gestrigen Montag rund 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben, mit einer Erhöhung wird gerechnet. Dann kommt das Wasser auch in größerem Maße nach Lübben. "Wir sind abhängig von der Talsperre", sagt Hagen Mooser, stellvertretender Stadtbrandmeister in Lübben.

Bisher konnten die Kahnfährleute mit ihren Gästen noch auf Tour gehen. "Der Wasserstand ist am Strandcafé-Wehr noch rund einen halben Meter unter der Marke von 2010", stellte Martin Matthei, Kahnfährmann vom "Flotten Rudel" am Montagvormittag fest. Die Untere Wasserbehörde warnt und teilte mit, dass die touristische und sportliche Nutzung auf den Spreewasserläufen nur eingeschränkt erfolgen kann, da hohe Strömungsgeschwindigkeiten auftreten.

Zu einem Wasserstau, der die Parkstraße überflutet hatte, war die Lübbener Feuerwehr am Sonntag gegen 12.30 Uhr gerufen worden. Schon am Dienstag hatte dort die Straße unter Wasser gestanden. Am Sonntag unterstützte die Polizei gegen 17.30 Uhr die Feuerwehr bei der Beräumung eines Baums, der in der Weinbergstraße quer über die Fahrbahn gestürzt war. Gegen 18 Uhr rollte der Verkehr wieder.