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Lübben ehrt verdiente Sportler

Lübbens stellvertretender Bürgermeister Frank Neumann ehrt Frank Albrecht, Karsten und Sylvia Hoffmann (v.l.).
Lübbens stellvertretender Bürgermeister Frank Neumann ehrt Frank Albrecht, Karsten und Sylvia Hoffmann (v.l.). FOTO: Ingvil Schirling
Lübben. Zum dritten Mal hat die Sportlerehrung leistungsstarke Lübbener ins verdiente Rampenlicht gerückt. Im Wappensaal wurden am gestrigen Freitag Sportler, Helfer und Funktionäre gewürdigt. Die Mannschaft des Jahres ist dieses Mal weiblich. Ingvil Schirling

Das Programm der Würdigungen, wiewohl im Vergleich zu vergangenen Jahren etwas abgespeckt, hatte es immer noch in sich. Doch die Moderatoren des Abends, Georg Schaper und Ines Mularczyk, schafften es mit Leichtigkeit, die Leistungen der Geehrten kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen. Und für manche überraschend, kamen dabei doch Verdienste zur Sprache, die nicht unbedingt allgemein geläufig sind.

Den Anfang machte die Kategorie Funktionäre und Organisatoren. Veronika Jurk leitet seit 30 Jahren die Frauensportgruppe in Radensdorf und hat großen Anteil an der Nachwuchsgewinnung. Klaus Mietusch kann ebenfalls auf 30 Jahre Dienste für den Sport in verschiedenen Funktionen zurückblicken. Schon als aktiver Sportler im erweiterten Vorstand, übernahm er in den 1980er Jahren Blau-Weiß Lubolz in einer schwierigen Situation und stabilisierte den Verein. Sein Engagement reicht bis in die Städtepartnerschaften zwischen Lübben, Neunkirchen und Wolsztyn hinein. Gerhard Duwe (TSG Lübben 65) kann kommendes Jahr sogar auf 50 Jahre im sportlichen Ehrenamt zurückblicken. Er ist bis heute zweiter Vorsitzender und Trainer des Handballnachwuchses und organisiert nationale und internationale Turniere. Gunter Kühne (HC Spreewald) betreut als Jugendwart rund 150 Nachwuchssportler. "Sein vielfältiges Engagement nötigt Hochachtung ab", sagte Georg Schaper.

Unter den Trainern, Übungsleitern und Kampfrichtern gab es erstmals einen "Doppelpack" mit dem Ehepaar Sylvia und Karsten Hoffmann von den Kuzushi-Judoka. Sylvia Hoffmann, sonst eher aus der Sparte Kultur/Gesang bekannt, hat seit 2008 ihren braunen Gürtel, seit 2009 eine Trainerlizenz und ist Schatzmeisterin des Vereins. Ihr Mann Karsten holte sich den braunen Gürtel schon in den 1970er-Jahren. "Seit seinem Wiedereintritt 1998 ist er aus dem Verein nicht mehr wegzudenken", sagte Schaper. Der Kampfrichter hat die Lübbener Judoka zu vorderen Plätzen bei Meisterschaften geführt. Frank (Albi) Albrecht (HC Spreewald) schaffte es, aus dem HC und den Spielern von Empor Dahme eine Gemeinschaft zu formen, trug Ines Mularczyk vor. Und Norman Linemann, der Lübbener Schützenkönig von 2010, ist für sein Organisationstalent und hohen Anspruch in der Schützengilde zu Lübben bekannt. Volker Pietsch schließlich (LRT/TSG Lübben) ist seit 1984 als Kampfrichter und Sportorganisator in der Leichtathletik aktiv, wiewohl er in dieser Funktion oft im Hintergrund wirkt.

Nach der Pause traten die aktiven Sportler ins Rampenlicht des Wappensaals. Sarah Rudnik (Judoverein Kuzushi), Marie-Josefine Tarnow (Turnverein) und Marlies Schade (Wild Dancing Boots) wurden für ihre Leistungen gewürdigt. Mannschaft des Jahres wurden die Fußballerinnen der TSG Lübben 65. Die sportbetonte Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule nahm den Titel als Bildungseinrichtung des Jahres mit nach Hause.