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| 02:45 Uhr

Lübben diskutiert zum Handel in der Postbautenstraße

Lübben. Erweiterung zur marktadäquaten Größe soll mit Innenstadthandel abgestimmt werden. Erfahrungsaustausch hat erst begonnen und wird in dieser Woche fortgesetzt. Ingrid Hoberg

Wenn am Mittwoch die Mitglieder der Interessengemeinschaft "Wir für Lübben" zusammenkommen und die nächsten Aktionen besprechen, dann wird sicher auch über die Erweiterungsabsicht von Marktkauf in der Postbautenstraße diskutiert. Mit dem Antrag des Eigentümers, ein Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes einzuleiten, um den Standort umzugestalten, wurde Anfang dieses Jahres bekannt, dass dort der Einzelhandel weiterentwickelt werden soll. Wie bisher informiert wurde, will Marktkauf die Fläche des Toom-Baumarkts für den Verbrauchermarkt übernehmen, wenn in zwei Jahren dessen Mietvertrag ausläuft. Angestrebt wird, dann 5900 Quadratmeter Verkaufsfläche zu nutzen. Ziel der Stadt ist es, entsprechend des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts eine marktadäquate Entwicklung zu gewährleisten. Wie dies möglich ist und planungsrechtlich gesteuert werden kann, wird gegenwärtig in den Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung und anderen Gremien diskutiert.

Dabei arbeitet die Stadt mit der Gesellschaft für Planung zusammen, deren Vertreter Dogan Yurdakul, sowie Steffen Böttger von Stadt und Handel aus Gesprächspartner im Bauausschuss zur Verfügung standen. "Ziel ist es, die Innenstadt zu stärken und den Standort Postbautenstraße zukunftsfähig zu gestalten", sagte Steffen Böttger. Das sei eine Konfliktsituation, stellt er fest und verweist auf das Einzelhandels- und Zentrenkonzept als Instrument der Planung, in dem mögliche Größenordnungen für eine Erweiterung dargestellt wurden.

Eine Beschlussvorlage, die von der Verwaltung für die Stadtverordnetenversammlung vorbereitet worden war, ist im Bauausschuss zurückgezogen worden, um dem bestehenden Diskussionsbedarf zu entsprechen, wie Bauamtsleiter Frank Neumann erklärt hatte. Die Stadt sieht die Bedeutung des Standorts für die Versorgung über die Nahversorgung hinaus. "Die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist erforderlich, da die geplante Erweiterung der Verkaufsfläche derzeit planungsrechtlich nicht zulässig ist", heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Dort wird aber auch eingeschätzt, dass der Verbrauchermarkt mit 2500 Quadratmetern Fläche nicht mehr marktadäquat aufgestellt ist. "Der Markt kann so nicht mehr in der Kreisstadt weitergeführt werden", betonte auch Karl Gräbeldinger als Vertreter der Beteiligungsgesellschaft, die vor 25 Jahren das Grundstück an der Postbautenstraße errichtet hat.

Mit dem Stammtische für Wirtschaft sowie für Wohnen in dieser Woche setzt die Stadt weiter auf den Austausch von Erfahrungen, ehe planerische Entscheidungen getroffen und im Leben der Stadt wirksam werden.

Zum Thema:
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Lübben ist auf der Internetseite www.luebben-rathaus.de unter Stadtentwicklung zu finden. Dort ist auch der Abschlussbericht von Stadt + Handel zu finden, in dem der Zustand der Einzelhandelsstruktur in Lübben beschrieben und bewertet wurde.