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Lübben baut zwei Mittelinseln

Lübben: Ernst-von-Houwald-Damm
Lübben: Ernst-von-Houwald-Damm FOTO: Ingrid Hoberg (LR-LUE-RED-602)
Lübben. Während die Neugestaltung des Umfelds am Lübbener Schloss im Frühjahr weitergeführt und nach Einschätzung von Bauamtsleiter Frank Neumann im Juni/Juli abgeschlossen sein wird, soll nun der Ausbau des Ernst-von-Houwald-Damms von der Spreebrücke bis zur Einmündung am Schloss-Parkplatz beschlossen werden. Nachdem der Bauausschuss ein einstimmiges Votum für die Vorlage der Verwaltung abgegeben hat und im Hauptausschuss bei einer Stimmenthaltung eine Empfehlung dafür ausgesprochen wurde, kann in der nächsten Stadtverordnetenversammlung die Beschlussfassung erfolgen. Ingrid Hoberg / ho

Aus städtischer Sicht wird in diesem Jahr mit dem Bau der Mittelinsel einschließlich der Anbindung bis zum Landratsamt begonnen. 2018/19 würde dann die Querungshilfe an der Schlossinsel und der Anschluss bis zum Schloss gebaut werden.

Frank Neumann informierte, dass mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg abgestimmt wurde, dass Lübben nicht nur die beiden Mittelinseln vor dem Schloss und am touristischen Zentrum bauen wird, sondern auch den Regenwasserkanal und die neue Fahrbahn der Bundesstraße. Der Landesbetrieb ist Baulastträger, dementsprechend hat die Stadt Verhandlungen zum Straßenausbau geführt. "Es gab eine gute Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb, um alles in einem Ruck bauen zu können", sagte Neumann. Im Oktober habe es die Zusage gegeben, dass der gesamte Abschnitt in Verantwortung der Stadt Lübben geplant werden konnte. Die Planung, für die der Beschluss gefasst werden soll, hat nun die Firma Degat vorgelegt. Der Plan kann auf der Internetseite der Stadt ( www.luebben-rathaus.de ) als Anlage zur Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung eingesehen werden.

Der Landesbetrieb trägt die Kosten für den Regenwasserkanal an der B 87 und für die Fahrbahn. Die Stadt Lübben ist für die Nebenanlagen und die beiden Mittelinseln zuständig. Diese werden über das Förderprogramm Aktive Stadtzentren finanziert.

Im Hauptausschuss wurde auf die schwierigen Verkehrsverhältnisse hingewiesen. Thomas Weidemanns (Wir von hier) berichtete von seinen Erfahrungen, die er täglich mehrfach bei Fahrten durch die Stadt macht, dass es durch die Fußgängerampel an der Schlossinsel zu Rückstaus kommt. "Wenn die Ampel weg ist, wird es keine Rückstaus mehr geben", zeigte sich Bürgermeister Lars Kolan (SPD) zuversichtlich. Die Querungshilfe soll zur Verkehrsberuhigung beitragen - bei gegenseitiger Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer.

Die Bedeutung des Bauvorhabens für Lübben ist in den beiden Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung betont worden. Peter Schneider (Stadtfraktion) verwies darauf, dass der Umleitungsverkehr abgestimmt sein muss, da auch in anderen Straßen gebaut wird - gegenwärtig ist die Bahnhofstraße wegen der Baumfällarbeiten gesperrt. Anschließend wird dort der zweite Abschnitt ausgebaut.

Zum Thema:
Am Donnerstag, 23. Februar, beraten die Stadtverordneten ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Lübbener Rathauses, Poststraße 5. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Beschlussfassungen zum Haushalt 2017 und zum Ausbau des Ernst-von-Houwald-Damms (B 87) ab Spreebrücke bis zur Einmündung des Parkplatzes am Schloss. Die Stadt baut zwei Mittelinseln in Eigenverantwortung und eigener Finanzierung. Im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg werden der Regenwasserkanal an der B 87 und die Fahrbahn in diesem Abschnitt erneuert.