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| 16:58 Uhr

Investition in Mehrfamilienhäuser
Baulücke am Lübbener Bahnhof schließt sich

 So ähnlich werden die beiden Mehrfamilienhäuser an der Parkstraße aussehen.
So ähnlich werden die beiden Mehrfamilienhäuser an der Parkstraße aussehen. FOTO: Spreewaldbank
Lübben. Bauherr und Investor ist die Spreewaldbank. Vorstand erläutert Details des Projekts. Von Katrin Kunipatz

Es geht los. Auf dem letzten freien Grundstück gegenüber dem Lübbener Bahnhof dreht sich ein Bagger. Er schaufelt das Loch, in dem noch in diesem Jahr die Bodenplatte entstehen soll, erklärt Sven Thamm, Vorstandsmitglied der Spreewaldbank. Klappt alles nach Plan sollen im ersten Quartal 2021 die Mieter in die neuen Wohnungen einziehen, ergänzt Vorstandsmitglied Doreen Hackenberg-Mathow.

Die beiden Mehrfamilienhäuser an der Parkstraße werden vier Stockwerke hoch sein und sich so in die vorhandene Front einfügen. Platz ist darin für insgesamt 32 Wohnungen mit zwei, drei und vier Zimmern. Die einzelnen Wohnungen sind zwischen 55 und 125 Quadratmeter groß und werden dem mittleren Ausstattungsniveau entsprechen, so Hackenberg-Mathow. Hinter den Häusern entstehen insgesamt 39 Parkflächen und eine Grünanlage. „Ziel ist es, für Familien ein Angebot zu schaffen“, sagt Sven Thamm. Vor allem für Pendler sei die Lage an der Parkstraße ideal. Der Bahnhof ist gegenüber, Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kindergarten und auch das Stadtzentrum sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erreichbar.  

Bereits im November 2016 habe sich die Spreewaldbank um das baureife Grundstück am Bahnhof beworben, erklärt Doreen Hackenberg-Mathow den Werdegang. „Die anhaltend niedrigen Zinsen machen es nötig, zinsunabhängige Erträge zu erwirtschaften“, benennt sie die Gründe. Im Oktober 2017 kam der Kaufvertrag zwischen der Bank und der Stadt Lübben zustande und die Planungen konnten intensiviert werden.

 In dieser Woche haben die Bauarbeiten auf dem Grundstück an der Parkstraße in Lübben begonnen. Die Spreewaldbank errichtet hier zwei Mehrfamilienhäuser.
In dieser Woche haben die Bauarbeiten auf dem Grundstück an der Parkstraße in Lübben begonnen. Die Spreewaldbank errichtet hier zwei Mehrfamilienhäuser. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau

Für die Spreewaldbank, die dem Verband der Volksbanken und Raiffeisenbanken angehört, ist es nicht das erste Bauvorhaben, jedoch das aller erste, bei dem es ausschließlich um den Neubau von Wohnungen geht. Bisher baute die Spreewaldbank meist eigene Filialen oder kombinierte in einem Gebäude eigene Geschäftsräume, vermietbare Gewerberäume und Wohnungen. „Bauen ist nicht unser Geschäftsmodell“, betont Doreen Hackenberg-Mathow. Es bedeute für Mitarbeiter und Vorstand zusätzlichen Aufwand.

Einsatz, der sich – so hofft die Spreewaldbank – lohnen wird. Denn schon jetzt würden neue Mitarbeiter und Azubis in Lübben keine Wohnungen finden, so die Vorstandsfrau. Andererseits bemühe sich die Spreewaldbank, den Wirtschaftskreislauf in der Region zu unterstützen und vergibt beispielsweise ausgeschriebene Aufträge nach Möglichkeit an Firmen, die Teilhaber oder Kunden der Bank sind. „Denn Bauen hat auch mit Vertrauen zu tun“, so Hackenberg-Mathow. Um die Verwaltung und Vermietung der fertigen Wohnungen wird sich die Lübbener Bank nicht selbst kümmern. „Mit unseren Ressourcen wäre es nicht zu schaffen“, erklärt sie. Deshalb übernimmt – wie schon beim Bauvorhaben am Brückenplatz – ein Hausverwalter aus Lübben diese Aufgaben.

Erfahrungsgemäß kommen die ersten Mietanfragen, wenn das Gebäude in die Höhe wächst, so Sven Thamm. Bis dahin werden noch einige Monate vergehen. Aber bis zum Jahresende soll der Rohbau, der beiden kellerlosen Häuser stehen. Im nächsten Jahr soll der Innenausbau stattfinden und nach Möglichkeit bis zum Jahresende 2020 abgeschlossen sein. Zur Investitionssumme will der Vorstand noch keine Angaben machen. Erst wenn alles fertig sei, wolle man mitteilen, was es gekostet hat. „Der Aufsichtsrat hat die Gesamtinvestition genehmigt“, sagt Doreen Hackenberg-Mathow. „In diesem Rahmen wollen wir uns bewegen.“ Neben dem Preis für eine Bauleistung sei auch die Qualität entscheidend, betont sie.