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| 01:34 Uhr

Lockerer Trainer mit konsequenter Philosophie

Der Trainer Daniel Meyer (4. v. l.) inmitten seiner Neuzugänge: Philipp Pleitgen (v. l.), Philipp Knechtel, Hannes Graf, Felix Schulz, Niklas Kagelmann und Maximilian Bresemann. Foto: Georg Zielonkowski
Der Trainer Daniel Meyer (4. v. l.) inmitten seiner Neuzugänge: Philipp Pleitgen (v. l.), Philipp Knechtel, Hannes Graf, Felix Schulz, Niklas Kagelmann und Maximilian Bresemann. Foto: Georg Zielonkowski FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga vor fünf Jahren hat sich die mannschaftliche Besetzung in der B-Jugendmannschaft des FC Energie Cottbus zwangsläufig verändert. Auch auf der Trainerbank tauchten immer wieder einmal andere Gesichter auf. ski

Ralf Daubitz, Michael Braun und zuletzt Vragel da Silva schafften es stets aufs Neue, das Team in der obersten Spielklasse zu halten und außerdem individuelle Talente für höhere Aufgaben vorzubereiten. Martin Kobylanski war der Kicker, der letzte Saison noch maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt war, der nun aber bereits im Kader der Zweitliga-Profis mittrainiert.

Eine derartige Bilanz würde der neue Trainer Daniel Meyer auch gern erreichen, doch steht für ihn die neue klare Ausbildungsphilosophie im Mittelpunkt der Bemühungen: "Uns geht es um ein dominantes Auftreten einer konsequent offensiv ausgerichteten Mannschaft, die sich am 4-4-2-System orientiert. Um dies zu verinnerlichen, gab es schon erste Treffen mit dem Chefcoach der Männermannschaft, Claus Dieter Wollitz, um den Nachwuchs-Mannschaften diese grundsätzliche Philosophie zu vermitteln", so der neue B-Jugend-Trainer.

Zuvor hatte er die Strausberger B-Jugend, die A-Jugend von Motor Eberswalde und zuletzt die erste Männermannschaft des FC Strausberg unter seinen Fittichen.

"Das große Sieb rausholen" musste der Coach, der einen Zweijahresvertrag beim FCE unterschrieb, gleich nach wenigen Trainingseinheiten. "Zunächst hatte ich es mit 36 Spielern zu tun, die es galt in zwei Gruppen zu teilen. Hier die Erfolg versprechenden Jungs, die den Stamm der U 17-Bundesliga-Mansnchaft bilden.

Die anderen bilden das Gerüst der U 16-Mannschaft, wobei es immer wieder noch Verschiebungen geben kann", berichtet der 31-Jährige, der die Sprache der Jugend spricht und an der Seitenlinie äußerst emotional agiert. Beim Testspiel in Kunersdorf gegen eine A-Jugend-Spielgemeinschaft aus dem Spreewald rief Meyer beispielsweise zwar noch "Herr Gausepohl, rücken Sie schneller auf" und "Nur einen Kontakt hatten wir gesagt, Herr Fröscher" ins Spielfeld, doch soll diese förmliche Anrede schon bald der Vergangenheit angehören. "Bei der Menge von Spielern, noch dazu, wo ich hier fünf Kicker mit dem Namen Paul und je drei Mal den Niklas und den Philipp im Kader habe, ist das zunächst die sichere Variante", entschuldigt sich der eher lockere Typ von Trainer.