ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:43 Uhr

Lob für Spreewald-Service Lübben

TKS-Chefin Marit Dietrich.
TKS-Chefin Marit Dietrich. FOTO: asd1
Lübben. Die Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) GmbH in Lübben wird umstrukturiert. Sie ist künftig zentraler Ansprechpartner für Freizeitgestaltung und Tourismus (die RUNDSCHAU berichtete). Andreas Staindl

Der Finanzausschuss der Stadt Lübben ließ sich nun während seiner jüngsten Sitzung von der kommissarischen Geschäftsführerin Marit Dietrich über den Zwischenstand der Umstrukturierung informieren. Die TKS ist inzwischen eine 100-prozentige Tochter der Stadt Lübben. Das bedeute, so Dietrich, dass die Kommune auch alle Einrichtungen wie etwa die Toiletten im touristischen Zentrum auf der Schlossinsel bewirtschaftet. 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bereiche Bibliothek, Museum, Immobilien und Haustechnik sind schon zum 1.März dieses Jahres von der TKS zur Stadt Lübben gewechselt. Die Stadt hat auch die Nutzung der dazugehörenden Gebäude übernommen. Zehn Vollzeitkräfte sind noch bei der TKS beschäftigt. Sie werden von einem Geschäftsführer oder einer Geschäftsführerin geführt. Die Ausschreibung der Stelle läuft derzeit. Spätestens im September sollte die Neubesetzung abgeschlossen sein, sagt Marit Dietrich.

Ihr Fahrplan sieht vor, dass bis Mai Mitarbeitergespräche stattfinden, bis Juli das Arbeitsumfeld verbessert sowie bis September das Vertriebskonzept geprüft und der Wirtschaftsplan angepasst werden sollen. "Wir möchten die Neustrukturierung der TKS Ende dieses Jahres abschließen", sagt die Geschäftsführerin. Das Tagesgeschäft läuft parallel weiter. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählen etwa das 40. Spreewaldfest, der 15. Spreewaldmarathon, die Kahnnächte und der Deutsche Trachtentag. Zudem will die TKS mit der Verwaltung des Biosphärenreservats Spreewald kooperieren und dabei Familienangebote in den Mittelpunkt rücken. Aus der Spreewald-Info ist die Spreewald-Service Lübben geworden. "Diese Umgestaltung ist eine gute Sache", so Ausschussvorsitzender Olaf Stöbe (Pro Lübben). "Die neu eingerichtete ruhige Ecke gefällt mir. Schön wäre es, wenn es auch noch einen Wlan-Hotspot geben würde." Wie Marit Dietrich informiert, soll die Digitalisierung der TKS insgesamt vorangetrieben werden: "Bei Facebook, Twitter & Co. haben wir Nachholbedarf." Detlef Brose (die stadtfraktion) "reicht es nicht, nur auf neue Medien zu setzen". Er wollte wissen, wie die Qualität der Mitarbeiter verbessert werden kann. Die Geschäftsführerin verwies auf Schulungen und Seminare etwa im Bereich Kommunikation. Benjamin Kaiser (CDU) regte an, englische Sprachkurse nicht nur wie geplant für Qualitätsbetriebe (Q-Betriebe), sondern für alle Leistungsanbieter in Lübben anzubieten. Marit Dietrich findet diese Idee gut: "Wir könnten damit weitere Q-Betriebe gewinnen." Kaiser interessierte zudem, ob schon ein Prokurist bestellt worden ist. Wie die TKS-Chefin sagt, hat Silvia Woick diese Aufgabe übernommen. Ihr zufolge stehen der GmbH 680 000 Euro in diesem Jahr zur Verfügung.