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| 17:05 Uhr

Hilfe für deutsche und namibische Kinder
Neujahrsempfang mit Blick nach Namibia

  Für das Kulturprogramm beim Neujahrsempfang sorgten Paul Wagner von der Theaterloge Luckau mit einer Kurzfassung von Goethes Faust und Schauspielerin Anne Schierack mit „Tischgesprächen aus dem Hause Luther“. Hier sind beide im Gespräch mit der Präsidentin des Lions-Clubs Andrea Kühne (l.).
Für das Kulturprogramm beim Neujahrsempfang sorgten Paul Wagner von der Theaterloge Luckau mit einer Kurzfassung von Goethes Faust und Schauspielerin Anne Schierack mit „Tischgesprächen aus dem Hause Luther“. Hier sind beide im Gespräch mit der Präsidentin des Lions-Clubs Andrea Kühne (l.). FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Lions-Club startet mit Kultur ins begonnene Jahr und schaut auf zwei der vielen Unterstützungsprojekte.

Wer weiß schon, dass das berühmte und so oft allzu wahre Wort „kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen“ von niemand geringerem als Martin Luther stammt? Beim Neujahrsempfang des Lübbener Lions-Clubs erinnerte die Cottbuser Schauspielerin Anne Schierack auf charmante Weise daran. Sie baute den Satz in ihr Programm als „Herr Käthe“ ein. Im Gewand der Katharina von Bora präsentierte sie Weisheiten und Zitate aus den überlieferten Tischgesprächen des Hauses Luther, sang bekannte Lieder aus der Feder von Paul Gerhardt – und hackte nebenher den Wirsing klein.

Ihr kurzer Auftritt war ebenso Teil des Empfangs wie Goethes Faust in fünf Minuten, unterhaltsam und frech dargebracht von Paul Wagner (Theaterloge Luckau). Großes Augenmerk aber ruhte auf dem eigentlichen Zweck des Clubs. „We serve“, wir dienen, hat sich dieser gemäß dem Lions’ Motto auf die Fahnen geschrieben. Und da verfolgten die Mitglieder interessiert zwei Beispiele, in denen sie ganz konkrete Projekte unterstützt hatten.

Markus Hinz ließ die Premiere des Lübbener Schlossinsellaufs Revue passieren, dessen Entstehung auch ein finanzieller Beitrag aus dem Club ermöglicht hatte. Von den 450 Anmeldungen gleich beim ersten Mal seien die Organisatoren „völlig überwältigt“ gewesen. Die zweite Auflage soll nun am 23. Juni starten.

Wolfgang Fiedler, gebürtiger Lübbener und Gründungsmitglied des Lions-Clubs in der Spreewaldstadt, stellte die neuesten Errungenschaften seines langjährigen Engagements in Namibia Revue vor. Seit 1977 organisiert er Hilfsprojekte in dem Land im Süden des afrikanischen Kontinents. Zwei große Bauvorhaben seien 2018 innerhalb von acht Monaten abgeschlossen worden. Ziel war es vor allem, Schulen aufzubauen und auszustatten, Küche, Wohnheim, Material und Bücher inklusive. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Regionen abseits der Hauptstadt, im Norden des Landes. 2019 steht die Sanierung der Sanitäranlagen einer Schule in Kombat auf dem Programm.

Im gemeinsamen Gespräch klang der Neujahrsempfang anschließend aus, und viele nutzten das Treffen für angeregte Unterhaltungen.

(is)